Französische Klänge beim Sommernachtskonzert

Heute findet das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker in Schönbrunn statt, diesmal ganz im Zeichen französischer Komponisten. Erstmals kommt für das Konzertvideo auch eine 360-Grad-Kamera zum Einsatz.

Frankophile Musikliebhaber kommen beim diesjährigen Sommernachtskonzert im Schlosspark Schönbrunn auf ihre Kosten: Die Wiener Philharmoniker werden sich gänzlich auf französische Komponisten konzentrieren. Sogar das Wetter scheint dieses Jahr im Gegensatz zu Konzerten in den vergangenen Jahren ausnahmsweise frühsommerlich freundlich zu werden - mehr dazu in wetter.ORF.at.

TV-Hinweis:

Das 13. Sommernachtskonzert wird am 26. Mai ab 21.05 Uhr live in ORF2 übertragen.

Dirigiert werden die Philharmoniker von Semyon Bychkov - für ihn ist es das Debüt bei dem Gratiskonzertereignis in Wien. Aber auch für das Orchester selbst gibt es ein Novum: Erstmalig führen die Philharmoniker nämlich Francis Poulencs Konzert für zwei Klaviere und Orchester d-Moll auf.

Labeque-Schwestern als Solistinnen

Als Solistinnen sind die Schwestern Katia und Marielle Labeque am Klavier zu erleben. Weiters darf sich das Publikum auf Werke von Georges Bizet, Hector Berlioz und Maurice Ravel freuen. Für Andreas Großbauer, den ersten Violinisten der Wiener Philharmoniker, soll das Programm ein Signal sein: „Wir wollen Brücken schlagen, ein europäisches Signal aussenden, und die Wiener Philharmoniker können das mit ihrer langen Tradition.“

Den Klavierstimmer Gerhard Fellmann stellt besonders die Feuchtigkeit vor eine Herausforderung: „Da die Flügel über Nacht immer mit dem Lift unter die Bühne fahren, wo es sehr feucht ist, muss man sie stundenlang stehen lassen, damit sie sich halbwegs akklimatisieren.“

Neues beim Sommernachtskonzert

Erstmals wird es in vier europäischen Städten ein „Public Viewing“ geben. Ein Kurz-Video wird mit 360-Grad-Kameras gedreht.

Public Viewing in vier europäischen Städten

Um das Erlebnis des Konzerts noch zu steigern, wird erstmals ein 360-Grad-Video gedreht. Produzent Thomas Wallner: „Konzerte bieten sich für diese Kameratechnik unheimlich an, weil man steht mitten im Geschehen. Man hat einen Platz, an den man sonst nicht hinkommt und darf. So kann man das Orchester ganz unmittelbar um sich erleben.“ Die Kamera ist direkt neben dem Orchester montiert, die Bilder können mit Smartphone und Spezialbrille gesehen werden.

Das Endergebnis wird ein sechsminütiges Video sein, das allerdings nicht live zu sehen ist. Für das Liveerlebnis daheim sorgt die Übertragung in ORF2. In vier europäischen Städten - Bukarest, Monza, Madrid und London - ist das Konzert für Zuseher auf öffentlichen Plätzen zu sehen. Hier wird von Wien Tourismus ein Public Viewing eingerichtet. Dabei wird in jeder Stadt eine 30-Meter-Gloriette nachgebaut und das Konzert auf einer Leinwand live übertragen.

Anreise Sommernachtskonzert

Wiener Linien/APA-Auftragsgrafik

„Öffi“-Intervalle werden verkürzt

Auch dieses Jahr werden wieder Zehntausende Besucher erwartet. Mangels Parkmöglichkeiten raten die Konzertveranstalter allen Gästen, bei der Anreise auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Um mit der hohen Anzahl an Fahrgästen zurechtzukommen, werden die Intervalle aller „Öffis“ rund um die Veranstaltung verringert. Nach Veranstaltungsende verkehren die U-Bahn-Linien U3, U4 und U6 bis Betriebsschluss in verkürzten Intervallen.

Da die Linie U4 derzeit modernisiert wird, kann es laut Wiener Linien entlang der Strecke zu Wartezeiten kommen – mehr dazu in Teilsperre der U4 startet am Samstag. Sie empfehlen daher, für die Anreise mindestens 30 Minuten zusätzlich einzuplanen und auf alternative Routen auszuweichen. Um die Sicherheit der Besucher und den reibungslosen Ablauf an den Stationen zu gewährleisten, sind zusätzlich rund 40 Mitarbeiter der Wiener Linien im U-Bahn-Bereich im Einsatz.

Sommernachtskonzert Feuerwerk

APA/Oczeret

Das Sommernachtskonzert zieht jedes Jahr Zigtausende Besucher an

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