Trotz Kälte: Erstes Freibad sperrt auf

Bewölkt, windig und kalt: Auch wenn die Temperaturen derzeit nur knapp über dem Gefrierpunkt liegen, startet am Samstag das Schönbrunnerbad in die Badesaison. „Uns kann nichts aufhalten“, heißt es dort.

Seit Mittwoch gibt es Saisonkarten zu kaufen, und am 22. April wird das Bad nach der Winterpause geöffnet. „Wir haben seit 14 Tagen Wasser im Becken und sind seit sechs Wochen in der Vorbereitung. Wir haben schon geheizt, jetzt verlieren wir wieder jeden Tag Temperatur, im Moment ist es nicht gerade besonders lustig, aber wir sperren auf“, sagte Josef Ebenbichler vom Schönbrunnerbad gegenüber Radio Wien. Nachsatz: „Natürlich hätten wir gerne am Wochenende 20 Grad Celsius, aber für das Wetter können wir nichts.“

Das Schönbrunner Bad zwei Tage vor der Eröffnung

Schönbrunnerbad

Das Schönbrunnerbad zwei Tage vor der Eröffnung

Wassertemperatur „nicht mehr als 15, 16 Grad“

Hält die Kälte an, wird das Wasser bei der Eröffnung „nicht mehr als 15, 16 Grad haben“. Weil die Außentemperatur so niedrig ist, können die Betreiber des Bades in der Nacht nicht mehr heizen, das würde die Wärmepumpe nicht mehr schaffen.

Schwimmen bei niedrigen Temperaturen

Trotz schlechten Wetters eröffnet das Schönbrunnerbad am Samstag um 8.30 Uhr. Erwartet wird auch ein Schwimmer, der den Ärmelkanal durchqueren will.

Aber wer geht bei diesen (Wasser-)Temperaturen überhaupt schwimmen? „Ein normaler Mensch springt da ganz sicher nicht hinein. Aber wir sind auch bekannt als Schwimmbecken für Triathleten, die ja Neoprenanzüge anhaben. Für die ist es dann nicht ganz so tragisch“, sagte Ebenbichler.

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Städtische Bäder öffnen am 2. Mai

Eine Woche nach dem Schönbrunnerbad öffnet das Bundesbad Alte Donau am 29. April. Das Stadionbad der Wiener Sportstätten Betriebsgesellschaft startet am 1. Mai in die neue Saison. Die Sommerbäder der Stadt Wien folgen dann einen Tag darauf am 2. Mai.

Die Besucherbilanz 2016 fiel nicht gerade rosig aus. Mit exakt 2.201.975 Gästen zog es rund ein Drittel weniger Menschen in die städtischen Becken als 2015. Konkret betrug das Minus 31,83 Prozent. Im Allzeit-Ranking seit 1945 belegte die Saison 2016 Platz 18 - mehr dazu in Bäder hatten ein Drittel weniger Gäste.

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