Helnwein: „Jetzt fange ich erst richtig an!“

Der weltberühmte Wiener Künstler Gottfried Helnwein war zu Gast in Bernd Matschedolnigs wöchentlicher „Radio Wien“-Sendung „Menschen im Gespräch“: Offene Worte über sein Leben, sein Werk, sein Wirken und seine Zukunftspläne.

Gottfried Helnwein

ORF/Matschedolnig

Schon in den 1970iger Jahren schockierte er mit seinen hyperrealistischen Gemälden und seinen Cover-Bildern für diverse Zeitschriften: unvergessliche Bilder, die für ihn Segen und Fluch zugleich waren, da sie den Großteil seines Werks ein wenig in den Schatten gestellt haben. Umso mehr freut er sich daher über die große Retrospektive ab 25. Mai in der „Albertina“: „Diese Ausstellung bietet einen Überblick über mein wirkliches Werk und meine Intentionen“ - mehr dazu in Albtraum-Kunst zum Aufwachen.

Gottfried Helnwein, Selbstporträt (BLACKOUT), 1982

VBK, Wien, 2013

Sendungshinweis:

„Menschen im Gespräch“ in „Radio Wien am Wochenende“, 18. Mai 2013

Als seine künstlerische Triebfeder bezeichnet Helnwein, der bis in die 1980er in Wien gelebt, gelernt und gewirkt hat, die Konfrontation mit Ungerechtigkeit und Ohnmacht: „Am meisten berührt mich das Schicksal von Menschen, die Gewalt ausgesetzt und wehrlos sind.“ Über seine künstlerischen Lehrjahre sagte Helnwein einst pointiert: „Von Donald Duck habe ich mehr gelernt als von allen Schulen, in denen ich war.“

Seit 2002 lebt und arbeitet Helnwein nun bereits in Los Angeles. Wobei das Land der unbegrenzten Möglichkeiten seiner Erfahrung nach die Bezeichnung „Land of the Free“ nur noch sehr bedingt verdient: „Die USA waren tatsächlich einmal eines der freiesten Länder der Welt, aber das hat sich Stück für Stück geändert. Seit 9/11 geht es mit den Grundrechten rapide bergab.“ Das wichtigste für Gottfried Helnwein ist aktuell eine gesunde Lebensweise. Denn der 64-jährige Künstler hat noch viel vor: „Eigentlich habe ich ja das Gefühl, dass ich jetzt erst so richtig anfange.“

Audio: Interview zum Nachhören

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