Alles über die Grippe-Impfung

Gegen die echte Virusgrippe kann man sich impfen lassen. Das ist auch der beste Schutz vor einer Erkrankung und damit auch vor Komplikationen wie etwa Lungenentzündungen. Alle Infos hat „Radio Wien“ - Apothekerin Elisabeth Sommer.

Der beste Zeitpunkt für die Impfung ist der Herbst. Der Körper braucht 2 bis 3 Wochen, um den vollen Impfschutz aufzubauen, dieser Schutz hält 6 bis 12 Monate lang an. Zum Zeitpunkt der Impfung sollte man gesund sein, also auch keine Erkältung haben. Zu beachten ist auch, dass man sich jedes Jahr neu impfen lassen muss. Der Grund ist, dass sich die Grippeviren von Jahr zu Jahr verändern. Von der WHO wird eine Empfehlung abgegeben, aufgrund der dann die Impfstoffe - diesen Veränderungen angepasst - produziert werden, denn nur so kann man eine möglichst große Übereinstimmung zwischen Impfstämmen und aktuell kursierenden Viren erreichen.

Sendungshinweis:

„Gut gelaunt in den Tag“, 14. November 2017

Sinnvoll ist die Impfung grundsätzlich für alle Menschen, denn je höher die Durchimpfungsrate in der Bevölkerung ist, desto geringer ist das Risiko einer Epidemie. Sich impfen zu lassen bedeutet also auch, soziale Verantwortung zu übernehmen. Besonders wichtig ist sie aber für alle, deren Immunsystem schon etwas geschwächt ist. Das sind vor allem Menschen im Alter über 60 sowie Menschen, die bereits an anderen Erkrankungen wie Asthma, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Darüber hinaus empfiehlt sich die Impfung für alle, die viel Kontakt mit anderen Menschen haben – also etwa in der Schule, im Verkauf und natürlich im Gesundheitsbereich. Studien zeigen, dass mindestens 70 Prozent der Geimpften vollständig geschützt sind. Sollte man trotz Impfung erkranken, kann man mit einem milderen Krankheitsverlauf rechnen.

Grippeimpfung

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Verschiedene Arten von Influenza-Impfstoffen

Es gibt verschiedene Arten von Influenza-Impfstoffen: Die erste Generation waren die Ganzvirus-Impfstoffe mit hoher Wirksamkeit aber auch häufigeren Impfreaktionen. Dann gibt es die Spaltimpfstoffe und die Subunit-Impfstoffe, bei denen Bruchstücke von Influenza-Viren enthalten sind und deren Verträglichkeit besser ist. Die neueren Entwicklungen sind die adjuvierten Subunit-Impfstoffe, in denen die hohe Wirksamkeit mit der guten Verträglichkeit vereint ist.

Seit 5 Jahren gibt es einen Impfstoff, der mit einer Mikroinjektionsnadel in die Lederhaut appliziert wird. Die Lederhaut befindet sich direkt unterhalb der obersten Hautschicht und enthält viele Immunzellen. Durch die Mikroinjektionsnadel ist die Impfung auch weitgehend schmerzfrei. Außerdem gibt es einen Impfstoff, der als Nasenspray verabreicht wird. Welcher Impfstoff der richtige ist, klärt man am besten in einem persönlichen Gespräch mit der Apothekerin oder dem Apotheker.