Infos zur Zeckenimpfung

Im Frühling haben die Zecken wieder Saison. Schutz gegen die FSME-Erkrankung bietet die Zeckenschutzimpfung und an die sollte man schon jetzt denken. Alle Infos hat „Radio Wien“ – Apothekerin Elisabeth Sommer.

Anfang März ist der richtige Zeitpunkt für die Zeckenimpfung. Sie bietet den einzig wirksamen Schutz gegen FSME, Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, eine Viruserkrankung des Gehirns, die durch Zecken übertragen wird. Die Grundimmunisierung erfolgt durch drei Teilimpfungen und anschließend sollte alle 5 Jahre aufgefrischt werden, bei Personen über 60 Jahre ist die Auffrischung alle drei Jahre empfohlen.

Sendungshinweis:

„Gut gelaunt in den Tag“, 7. März 2017

Zecken halten sich am liebsten auf Bäumen, in Sträuchern und in hohen Grasflächen auf, daher gilt: Nach jedem Aufenthalt im Freien ist der Körper auf Zeckenbefall zu untersuchen. Selbst wenn man geimpft ist, sollte man einen Zeckenbiss weiter beobachten, denn Zecken können auch Borreliose übertragen. Borreliose ist aber keine Viruserkrankung sondern eine bakterielle Erkrankung, das heißt: hier wirkt die Zeckenimpfung nicht, Borreliose muss mit Antibiotika behandelt werden.

Zecken

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Borreliose erkennen

Wichtig ist, dass man das Krankheitsbild der Borreliose rechtzeitig erkennt. Typisch bei einer Borreliose-Infektion ist ein roter Fleck, der sich rund um den Zeckenbiss bildet und der dann von innen her nach außen verblasst. Nur ein roter Ring bleibt zurück und bei diesem Anzeichen sollte man sofort einen Arzt aufsuchen.

Wenn man eine Zecke am Körper entdeckt, sollte diese umgehend entfernt werden. Es gibt hierzu eigene Pinzetten, sogenannte Zeckenzangen, mit der man den Zeck möglichst nahe an der Haut anfasst und herauszieht. Die Bissstelle muss danach desinfiziert werden. Wichtig ist, dass man nicht mit Öl oder Klebstoff hantiert, hier kann sich die Gefahr einer Übertragung von Viren oder Bakterien erhöhen.