Die heilende Wirkung der Rosskastanie

Die Rosskastanie ist eine wertvolle Arzneipflanze. Was in ihr steckt und bei welchen Beschwerden sie zum Einsatz kommt, weiß „Radio Wien“ - Apothekerin Elisabeth Sommer.

Die Samen der Rosskastanie werden schon lange arzneilich genutzt und zur Linderung von Venenbeschwerden eingesetzt. Der Inhaltsstoff Aescin wirkt abdichtend auf die Gefäßwände, sodass weniger Flüssigkeit in das Gewebe übertreten kann. Dadurch werden Wasseransammlungen in den Beinen verringert und das führt zu einem Rückgang der Schwellungen. Daher lohnt es sich auch vorsorglich ein Rosskastanien-Gel in der Hausapotheke zu haben.

Sendungshinweis:

„Gut gelaunt in den Tag“, 17. Oktober 2017

Gemeinsam mit anderen Inhaltsstoffen, den Flavonoiden, wirkt Aescin im Gesamtextrakt entzündungshemmend und wird daher auch bei Sportverletzungen, Prellungen und Blutergüssen sowie bei Sehnenscheidenentzündungen eingesetzt. Es gibt aber noch andere Einsatzgebiete der Rosskastanie. Bestimmte Formen von Kopfschmerzen, die auf Gefäßprobleme zurückzuführen sind, können ebenfalls durch Rosskastaniensamenextrakt gelindert werden, der in Form eines Tonikums zur Anwendung.

Rosskastanie

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Anwendungsformen der Rosskastanie

Neben Salben oder Gels zum Eincremen gibt es auch Kapseln und Tropfen zum Einnehmen. Die Rosskastanien Präparate sind insgesamt sehr gut verträglich, unerwünschte Wirkungen sind sehr selten. Nur magenempfindliche Personen sollten das Präparat am besten nach der Mahlzeit einnehmen. Mit der Esskastanie, die zu den Buchengewächsen zählt, ist die Rosskastanie übrigens nicht näher verwandt. Sie gehört - wie auch die indische Waschnuss - zu den Seifenbaumgewächsen.