Zum Nachhören: Harald Krassnitzer im Gespräch

Als österreichischer „Tatort“-Kommissar ist er schon so lange im Amt wie keiner vor ihm. Im Gespräch mit Ingrid Rehusch erzählt er, was für ihn eine gute Rolle ausmacht, warum Respekt so wichtig ist und wann er sich als nutzlos erlebt hat.

Seinen Wunsch, Schauspieler zu werden, hat sich Harals Krassnitzer erst eingestanden, als ihn ein Freund zu einer kleinen Theatertruppe in Salzburg einlud. Obwohl auch sein Vater viel musisches Talent besaß, rechnete er nicht mit viel Verständnis dafür und absolvierte zunächst eine Ausbildung als Speditionskaufmann. Doch dann ging es zügig mit der Theaterkarriere voran: nach der Ausbildung folgten Engagements in Graz, Wien und Saarbrücken. Dort entdeckte ihn seine heutige Agentin, die die Fernsehkarriere in Gang brachte.

Harald Krassnitzer

Nina Bauer

Vor allem Serien-Hauptrollen wie in „Der Bergdoktor“ oder „Der Winzerkönig“ machten ihn einem breiten Publikum bekannt. Die Rolle des Moritz Eisner im österreichischen „Tatort“ sieht er als großen Glücksfall: „Wir haben ein so tolles Team, großartige Drehbuchautoren, Regisseure, Kollegen, bis hin zum zuständigen Redakteur, der für dieses Projekt 24 Stunden am Tag brennt.“ Besonders sei auch die gute Zusammenarbeit mit Adele Neuhauser: „Ich hab noch nie mit einem Kollegen so viel gelacht.“, sagt er.

Menschen im Gespräch
mit Harald Krassnitzer
Montag, 11. Juni, ab 19.00 Uhr

Seine Meinung offen zu vertreten, ist für ihn ebenso selbstverständlich wie sein Engagement für humanitäre Hilfsprojekte. „Ich bin nach Afrika gereist, weil ich mir anschauen wollte, was ich da genau unterstütze, und habe dort meine eigene Hilflosigkeit erlebt, weil ich weder Arzt noch Lehrer oder Mechaniker bin.“ Seine Aufgabe sieht er daher darin, Spenden aufzutreiben - und auch selbst großzügig zu spenden, getragen vom Respekt denen gegenüber, die weniger Glück gehabt haben als er selbst: „Ich fühle mich vom Leben überreich beschenkt und bin sehr dankbar dafür.“