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MI | 10.02.2010
Regenschirm biegt sich unter dem heftiger Wind
Sturm
Feuerwehr hatte 170 Einsätze
Der heftige Wind hat der Wiener Feuerwehr bis Montagfrüh rund 170 Einsätze beschert. Die Gründe reichten von der wackeligen Plakatwand bis zum herabstürzenden Ast.
Der Wind erreichte eine Geschwindigkeit von mehr als 80 km/h.
Dreistöckiges Gerüst eingestürzt
Losgerissene Schilder, Äste oder Fenster musste die Feuerwehr bis in die Montagmorgenstunden sichern, so Feuerwehr-Sprecher Alexander Markl. Wind mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 80 km/h ließ alles mitgehen, das irgendwo lose war, und brachte sogar ein dreistöckiges Gerüst im Bezirk Landstraße zum Einsturz.

Lose Fensterflügel, Transparente, Äste, Bauteile, Ziegel und Dachantennen wurde von den Böen mitgerissen. Der erste schwere Sturm des Jahres richte dabei stets die schwersten Schäden an.

"Alles, was im Laufe des Jahres irgendwie lose hängt, wird beim ersten Sturm heruntergeworfen", erklärte Markl.
Behinderungen auf der Tangente
Der Sturm beeinträchtigte am Sonntagnachmittag auch den Verkehr auf der Wiener Südost-Tangente: Nach Angaben des ÖAMTC lösten sich im Baustellenbereich in der Hanson-Kurve Teile der Leitschutzwand, Trümmer auf der Fahrbahn behinderten den Verkehr Richtung Kagran.

Die Folgen: Fahrzeugkolonnen standen bis zum Knoten Inzersdorf. Zur Beseitigung der Hindernisse rückte einmal mehr die Feuerwehr aus, der Stau begann sich nach etwa einer dreiviertel Stunde aufzulösen.
Sturm verhinderte, dass die Abgase eines Durchlauferhitzers richtig abgeführt wurden
Kohlenmonoxid-Unfall in Wohnung
Am Sonntagnachmittag kam es außerdem zu einem Kohlenmonoxid-Unfall in einer Wohnung in Penzing. Der Sturm dürfte laut Feuerwehr verhindert haben, dass die Abgase eines Durchlauferhitzers richtig abgeführt wurden, was zur Folge hatte, dass eine Frau in der Küche bewusstlos zusammenbrach, während ihre Schwester im selben Raum duschte.

Die vorübergehend bewusstlose Frau, die sich mit ihrer fünfjährigen Tochter in der Küche ausgehalten hatte, und ihre Schwester wurden ebenso wie das Kind von Angehörigen sofort in eine Nachbarwohnung gebracht. Nach der Versorgung durch einen Notarzt wurden alle drei in ein Krankenhaus eingeliefert.

Laut Feuerwehr wurde festgestellt, dass die Abgase des Durchlauferhitzers auch deshalb nicht richtig abgeführt wurden, da von den Rauchfängen die Aufsätze entfernt und auf dem Dach deponiert worden waren.
Wohnungen überüft
Bei der Überprüfung weiterer Wohnungen in dem Haus stellte sich heraus, dass es bei sämtlichen Durchlauferhitzern einen Abgasrückstau gab. Die Benützung der Geräte wurde vorläufig verboten.
Trotz Strumeinsatz kam Tierliebe nicht zu kurz
Fledermaus gerettet
Für die Feuerwehr sei die Zahl der Einsätze jährliche Routine, betonte Markl. Eine erhöhte Bereitschaft habe es nicht gegeben.

Zusätzlich bescherte die Nacht auf Montag den Feuerwehrleuten einen kuriosen Einsatz: In der Hasnerstraße in Ottakring war eine Fledermaus in eine Wohnung geflogen und hinter einen Wohnzimmerkasten gefallen. Die Florianijünger rückten gegen 22.00 Uhr aus und bargen das Tier. Von der Fensterbank konnte es daraufhin weiter fliegen.
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