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MI | 10.02.2010
Lobau-Besetzung (Bild: APA)
Nordost-Umfahrung
Aktivisten beenden Lobau-Besetzung
Die Umweltaktivisten in der Lobau beenden ihre Besetzung. Das sagte Jutta Matysek von der Bürgerinitiative "Rettet die Lobau" am Sonntag und bestätigte damit einen Bericht der Tageszeitung "Die Presse".
Zeltlager wird abgebaut.
Sprecherin: Stadt verzichtet auf Klagen
Aus für die Lobaubesetzer - das Zeltlager am Rande das Nationalparks soll abgebaut werden. Die Bohrmaschinen der ASFINAG können somit ihre Arbeiten aufnehmen. Das sieht laut Matysek eine Vereinbarung mit der Stadt Wien vor, die dafür auf Klagen gegen die Aktivisten verzichtet.

"Man hat uns zugesichert, dass man uns nicht klagen wird", so Matysek. Zudem sei geplant, dass die Umweltaktivisten bei den Bohrungen dabei sein dürfen.
Runder Tisch geplant.
"Sind nicht für die Autobahn"
Laut Matysek werden die Details der Vereinbarung noch diskutiert. So gut wie fix ist demnach aber ein Runder Tisch, bei dem die Aktivisten gemeinsam mit Vertretern der Stadt bzw. der ASFINAG über Verkehrslösungen für die Ostregion diskutieren wollen.

"Denn dass wir jetzt die Besetzung beenden, heißt nicht, dass wir für die Autobahn sind", sagte Matysek.
Stadt Wien wünscht sich Räumung bis 21. Dezember.
Zeitplan noch offen
Offen ist noch der Zeitplan. Laut der Bürgerinitiative war es der Wunsch der Stadt Wien, dass die Räumung der Lobau bis 21. Dezember geschieht. "So schnell wird das aber nicht gehen", so Matysek.

Die Posten bei den Bohrarbeiten dürften bereits früher abgezogen werden, das Camp selbst hingegen wird bis zu dem Termin nicht völlig abgebaut sein, mutmaßte sie.

Dass die Einigung noch scheitern könnte, gilt dem Vernehmen nach als unwahrscheinlich, auch wenn etwa aus der Umweltorganisation Global 2000 verlautete: "Die Sache ist noch nicht 100-prozentig unter Dach und Fach."
Besetzung seit 27. November
Lobau (Bild: APA)Die Aktivisten - neben der Bürgerinitiative sind auch Organisationen wie Greenpeace oder Global 2000 beteiligt - campieren seit 27. November in der Au. Sie wollen Probebohrungen verhindern, die für die Errichtung der Wiener Nordost-Umfahrung notwendig sind.
Sprecher: "Wir haben informelle Gespräche geführt."
Knappe Stellungnahme der Stadt
Die Stellungnahme der Stadt Wien fiel knapp aus: "Wir haben informelle Gespräche geführt, mehr kann man dazu vorerst nicht sagen", sagte ein Sprecher von Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker (SPÖ).
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