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MI | 10.02.2010
http://www.ottakringer.at
Ottakringer
Studiengebühren in Brauerei abarbeiten
Die Ottakringer Brauerei bietet Studierenden an, sich mit Nachhilfe ihre Studiengebühren zu verdienen. Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) lehnt die Aktion als "überflüssig" ab. Gleichzeitig kündigt die Brauerei an, dass ab Februar der Bierpreis steigen werde.
Gelbe T-Shirts und Getränke als Belohnung für Studenten
Nachhilfe für Brauereimitarbeiter
Das Angebot von Ottakringer richtet sich an Studierende von Mathematik, Medizin, Sprachen und anderen Studienrichtungen: Sie sollen Angehörigen und Kindern von Brauereimitarbeitern oder fremdsprachigen Immigranten in der Belegschaft Nachhilfe in Fachthemen oder Sprachen geben.

Die Brauerei hoffe, auf die Liste der möglichen Partner für Dienste zur Abarbeitung der Studiengebühren zu kommen. Als Belohnung für die Studenten würden außerdem auch Getränke und "Arbeitskleidung" zur Verfügung gestellt.

Auf der Arbeitskleidung, einem gelben Ottakringer-T-Shirt, prangt hinten das Wortspiel "Engagiert - Über Gebühr", vorne "Berufsbezeichnung: Student".
Ablehnung von Seiten der ÖH
Die ÖH lehnte den Vorschlag von Ottakringer umgehend ab: Die sechs Euro Stundenlohn für Studenten seien "ein ausbeuterischer Dumpinglohn, ob es Nachhilfe in einer Brauerei oder private Nachhilfe ist".
Die letzte Preiserhöhung war im März 2006.
Bierpreiserhöhung von Sorte abhängig
Bereits am Donnerstag wird Ottakringer Bier um "drei bis vier Prozent" teurer, je nach Gebinde und Sorte, so Brauereichef Sigi Menz. Damit wird die bereits im November angekündigte Preiserhöhung wahr.

Im März des Vorjahres hatte Ottakringer seine Preise für Bier in Flaschen und Dosen um 1,5 bis zwei Prozent erhöht.
Teure Rohstoffe und Energie
Notwendig sei die neuerliche Preiserhöhung, weil Braurohstoffe wie Gerste und Hafer extrem teuer geworden seien, hieß es. Auch die Energiepreise bleiben für die Brauer "hoch".
Gerüchte um Red Bull dementiert
Ottakringer ist nach eigenen Angaben die Nummer eins in Wien. Der Marktanteil in Ostösterreich - Wien, Niederösterreich und Nordburgenland - liege bei 14,6 Prozent, der Österreich-Marktanteil bei 7,8 Prozent.

Zuletzt wurden Gerüchte, wonach Red-Bull-Eigentümer Dietrich Mateschitz Interesse an der börsennotierten Ottakringer Braugruppe gezeigt haben soll, von allen Seiten zurückgewiesen.
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