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MI | 10.02.2010
U-Bahnnetz (Bild: APA)
Verkehr
Verlängerung von U1 und U2 fix
Die vierte Ausbaustufe der Wiener U-Bahn steht nun fest: Die U2 wird zum Flugfeld Aspern und zur Gudrunstraße verlängert, die U1 nach Rothneusiedl. Ein überregionaler Ausbau in den Süden dürfte später möglich sein.
Renate Brauner und Wilhelm Molterer (Bild: Christian Öser)
Vierte U-Bahn-Ausbaustufe ist beschlossene Sache.
Finanzierungsschlüssel bleibt gleich
Investiert werden insgesamt 1,85 Mrd. Euro. Das teilten Finanzminister Wilhelm Molterer (ÖVP)
und Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) mit.

Der Finanzierungsschlüssel bleibt gleich, Stadt und Bund teilen sich die Kosten wie bisher im Verhältnis 50:50. Auch der Zeitrahmen für den weiteren U-Bahn-Ausbau ist bereits fix. Er erfolgt in drei Etappen bis 2019.
Fakten zur vierten Ausbaustufe
14 Kilometer Schiene und 15 neue Stationen bringt die vierte Ausbaustufe der Wiener U-Bahn. Insgesamt wird das Wiener U-Bahn-Netz bis etwa 2020 89 Kilometer lang sein und 116 Stationen haben.
U2 bis 2013 zum Flugfeld Aspern
Zunächst wird die U2 in Richtung Norden von der Aspernstraße zum Flugfeld Aspern errichtet. Die Arbeiten sollen 2009 beginnen und 2013 beendet sein. Die 4,5 Kilometer lange Strecke wird durchwegs oberirdisch geführt und soll vier Stationen bekommen: "An den Alten Schanzen", "Hausfeldstraße" und zwei auf dem Flugfeld.
U2 bis 2019 in Gudrunstraße
Die Arbeiten für die südliche Verlängerung der U2 sollen frühestens 2014 beginnen und 2019 enden. Auf der 4,6 Kilometer langen Strecke sind fünf Stationen geplant: "Schwarzenbergplatz", "Rennweg" (Krankenhaus Rudolfstiftung), "St. Marx", "Arsenal" und "Gudrunstraße".

Der neue zentrale Bahnhof wird nicht an die U2 angebunden, das geschieht laut Brauner durch U1 und Schnellbahn.
U1 bis 2015 in Rothneusiedl
Die Verlängerung der U1 wird 4,7 Kilometer lang und führt in das Stadtentwicklungsgebiet nach Rothneusiedl, wo Siedlungen, ein Einkaufszentrum und das von Frank Stronach geplante Stadion entstehen sollen.

Sechs Stationen sind geplant. Die Route soll bis in den Bereich Alaudagasse unterirdisch verlaufen, dann in Hochlage. Frühstens 2010 soll mit dem Bau begonnen werden, 2015 der Betrieb aufgenommen werden.
Wienkarte mit U-Bahn-Netz und möglichen Verlängerungen (Bild: APA/Wiener Linien)
Molterer: "Bei der nächsten Etappe ist größer zu denken."
Fünfte Ausbauphase nach 2020
Ausverhandelt sind auch die Planungskosten für die nächste, die fünfte Ausbauphase. In dieser dürften der Ausbau der U6 nach Stammersdorf und die Verlängerung der U4 nach Auhof kommen.

Molterer und Brauner äußersten sich auch zu einer Verlängerung der U6 Richtung Süden nach Niederösterreich: "Bei der nächsten Etappe ist größer zu denken", so Molterer. Dabei sei dann die gesamte Ostregion zu berücksichtigen.

Auch Brauner bestätigte, dass über eine Verlängerung der U6 Richtung Süden nachgedacht werde. Sie betonte aber, dass überregional denken "auch überregional zahlen" bedeute.
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