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MI | 10.02.2010
Pandababy (Bild: Tiergarten Schönbrunn)
Tiergarten
Panda-Baby in Schönbrunn geboren
Sensation im Tiergarten Schönbrunn: Der
langerwartete Nachwuchs bei den Pandabären ist nun endlich da. Donnerstagfrüh hat das Weibchen Yang Yang ein Junges geboren. Vor 127 Tagen hatten sich die Pandas gepaart.
Erstes Foto von Panda-Dame mit Jungem.
Bärin kümmert sich um Junges
Pfleger hörten aus der Wurfbox der Pandas zarte, fiepsende Geräusche, ein Blick auf den Kontrollmonitor brachte Gewissheit: Die Bärin kümmerte sich liebevoll um ein winziges Junges, das sie an ihrer Brust verborgen hielt und nur ein einziges Mal ins Maul nahm und der Kamera präsentierte.

Die Panda-Dame wird die nächsten zwei bis drei Monate laut Tiergarten mit ihrem Jungen in der Wurfbox verbringen und erst dann den Nachwuchs der Öffentlichkeit zeigen, so Tiergarten-Direktorin Dagmar Schratter.

Die Pandas sollen möglichst ohne Stress die nächsten Wochen verbringen. Denn gerade in der ersten Zeit sei die Sterblichkeitsrate der Jungen sehr hoh, sagte Schratter. Sie betrage 40 Prozent im ersten Jahr. Sollte es Probleme mit dem Nachwuchs geben, stehen bereits ein Inkubator des AKH und ein künstlicher Milchaustauscher zur Verfügung.
Panda-Dame (Bild: Tiergarten Schönbrunn)
In Schönbrunn hat es auf natürliche Art und Weise geklappt.
Europaweit erstes Pandajunge
"Ich bin einfach sprachlos, wir haben schon fast gar nicht mehr damit gerechnet", so Schratter weiter. Obwohl die meisten Pandas in Gefangenschaft durch künstliche Besamung gezeugt werden, wollte man im Wiener Gehege "der Natur ihren Lauf lassen". Yang Yang und Long Hui hätten schließlich immer perfekt harmoniert.

Auch am 27. April - bei ihrer zweiten Paarung - funktionierte das Zusammenspiel offensichtlich: Nun kann sich der Tiergarten über den europaweit ersten Panda-Winzling freuen, der in Gefangenschaft auf "natürliche Weise" entstanden ist.
Panda (Bild: APA)
Ultraschall brachte keine Klarheit.
Zweifel bis zuletzt
Bis zuletzt hatte man daran gezweifelt, dass Yang Yang tatsächlich trächtig ist. "Den letzten Ultraschall haben wir am 6. August gemacht
und nichts gesehen. Wir wussten es bis heute Morgen nicht", so Schratter.

Möglicherweise haben die Massen von Grünzeug, die die Tiere zu sich nehmen (täglich 30 Kilogramm), das Jungtier im Bauch verdeckt. Wegen der kurzen Entwicklungszeit (vier bis sechs Wochen) sei Nachwuchs zudem schwierig zu entdecken, erklärte sie.
Symbolfoto: Panda Baby (Bild: APA) Die kleinsten Bärenjungen
Pandaweibchen sind nur zwei bis drei Tage im Jahr empfängnisbereit. Kommt es in diesem Zeitraum zur Paarung, ist immer noch fraglich, ob eine Besamung und eine Befruchtung stattfinden.

Hat es geklappt, sind die Jungen bei der Geburt haarlos und nur 100 Gramm schwer. Damit zählen Pandas zu den kleinsten Bärenjungen weltweit. Die ersten Lebenstage werden in einer Höhle mit der Mutter verbracht, die danach ihr Kleines auf sehr menschliche Weise mit sich herumträgt: Sie klemmt ihr Junges unter den Arm.
Noch kein Name
Einen Namen trägt der Winzling noch nicht. Diesen wird sich die Volksrepublik China aussuchen dürfen, in deren Eigentum alle chinesischen Pandas stehen - so auch die Bären-Eltern und ihr Nachwuchs.
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