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MI | 10.02.2010
Einbrecher - gestellte Szene. (Bild: ORF)
Gericht
Erster Freispruch für Einbrecherkönig
Bald 70 Jahre ist der als Wiener Einbrecherkönig bekanntgewordene Ernst Walter Stummer alt. Etwa die Hälfte seines Lebens verbrachte er in Haft. Nun ist er zum ersten Mal freigesprochen worden.
Beute im Wert von 837 Euro.
Einbruch in Sportgeschäft
Fast die Hälfte seiner 70 Lebensjahre verbrachte Stummer im Gefängnis. Jetzt wurde er erstmals freigesprochen. Ein Schöffensenat fand die Beweislage nicht ausreichend, um ihn wegen eines Einbruchs in ein Sportgeschäft zu verurteilen.

Ein Täter hatte sich mit einem Brecheisen Zugang zu dem Geschäft vis-a-vis Stummers Büro verschafft. Er erbeutete eine Jacke, fünf Poloshirts und zehn Windshirts im Wert von 837 Euro. Am Tatort blieb eine Zange zurück, an der sich DNA-Spuren Stummers fanden.
Sinngemäß meinte der Anwalt, dem Einbrecherkönig eine derart stümperhafte Vorgangsweise zu unterstellen, sei fast schon eine Beleidigung.
DNA-Spuren auf Einbruchswerkzeug
"Es war höchstwahrscheinlich meine Zange", sagte Stummer in der Verhandlung. Allerdings habe er in seinem Büro eine Menge Zangen, "a ganze Menge Werkzeug". Dieses verborge er mitunter an "nicht ganz zuverlässige Personen".

Verteidiger Roland Friis zog noch andere Argumente für die Unschuld seines Mandanten aus dem Köcher. Sein Mandant sei lange genug im "Geschäft", um niemals in einen mit einer Alarmanlage gesicherten Laden einzubrechen.

Auch die am Tatort gefundene Zange würde "kein halbwegs vernünftiger Einbrecher" verwenden. Außerdem hätte Stummer mit Sicherheit Handschuhe getragen, um keine DNA-Spuren zu hinterlassen. Sinngemäß meinte der Anwalt, Stummer eine derart stümperhafte Vorgangsweise zu unterstellen, sei fast schon eine Beleidigung.
Einbrecherkönig als Herausgeber
Die Schöffen ließen sich davon überzeugen. Der Freispruch ist rechtskräftig. Stummer zeigte sich nach der Verhandlung hocherfreut. Er will sich nun wieder verstärkt seiner Arbeit als Herausgeber eines Singlemagazins widmen.
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