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Gesundheit |
27.01.2008 |
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AUVA droht mit Ablehnung von Patienten
Die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) und die Unfallversicherungsanstalt (AUVA) streiten. Die WGKK will die erhöhten Rehab-Zentrum-Tarife nicht bezahlen. Diese droht im Magazin "Trend" mit der Ablehnung von Patienten.
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Erhöhung um 98 Prozent
Begonnen hatte es damit, dass die WGKK laut deren Direktor Jan Pazourek im Dezember ein Schreiben der AUVA erhielt, in dem diese mitteilte, dass sie die Tagsätze für ihre Rehab-Zentren per Jänner um 98 Prozent erhöhen werde.
Die Wiener Kasse dachte nicht daran, diese Vorschreibung zu erfüllen: "Wir müssen unsere Leute weiter dorthin schicken, weil die AUVA Monopolist auf diesem Gebiet ist. Aber wir zahlen nur um 1,88 Prozent mehr, also jene Tariferhöhung, die der Hauptverband für sozialversicherungseigene Einrichtungen empfohlen hat", erklärte Pazourek.
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Hauptverband der Sozialversicherungsträger als Schiedsrichter? |
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"Leute ins Ausland schicken"
Diese Argumentation sei lächerlich, kontert AUVA-Obmann Klomfar. Er begründete die bisherigen Tarife mit einer Art Sonderrabatt für die Gebietskrankenkassen, der aufgrund der eigenen finanziellen Lage nicht mehr leistbar sei.
AUVA-Obmann Helmut Klomfar drohte daher jetzt im "Trend", Patienten einfach abzulehnen: "Dann müssen sie ihre Leute eben ins Ausland schicken."
Falls es in dem Konflikt zu keiner Einigung kommt, muss der Hauptverband der Sozialversicherungsträger als Schiedsrichter fungieren.
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Brustbauer sieht auch Bundespolitik gefordert. |
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Patientenanwalt entsetzt
Entsetzt ist der Wiener Patientenanwalt Konrad Brustbauer über den Konflikt und sprach von einem "unvertretbaren Verhalten". Der Hauptverband und die Aufsichtsbehörde seien dringend aufgerufen sich einzuschalten und zu gewährleisten, dass die Patientenversorgung abgesichert werde, wenn sich die Kontrahenten nicht unverzüglich einigten.
Als "geradezu abwegig" betrachtet es Brustbauer, Patienten auf Rehabilitation ins Ausland zu schicken, so lange ein mindestens gleichwertiges Angebot an Einrichtungen österreichischer Sozialversicherungen existiere.
Handlungsbedarf sieht Brustbauer aber auch bei der Bundespolitik. Die Finanzsituation der Unfall- und Krankenversicherungsträger müsse endlich nachhaltig stabilisiert werden, damit für solche Diskussionen erst gar kein Anlass entstehe.
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wien.ORF.at; 18.1.08
Die angekündigte drohende Pleite der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) für 2007 wurde zuletzt abgewendet. Der Hauptverband der Sozialversicherungen stundet einen Millionenbetrag.
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