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chronik |
23.04.2008 |
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Neues Riesen-Casino für den Prater?
Geht es nach dem Glücksspielkonzern Novomatic, soll im Wiener Prater bald ein neues Riesen-Casino stehen. Die FPÖ begrüßt das Projekt, die Grünen verweisen auf die Gefahren von Glücksspielen.
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Nach Aussagen der Stadt scheint die Realisierung des Projekts nicht unwahrscheinlich. |
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600 Spielautomaten
Die geplante Spielhalle soll laut "Kurier" rund 600 Unterhaltungsspiel- und Münzgewinnapparate beherbergen. Damit sei der Neubau doppelt so groß wie das "Casino Admiral Prater", das 2005 als größter Zocker-Palast Europas errichtet wurde und ebenfalls der Novomatic-Gruppe gehört.
Als Standort für die neue Spielhalle wird das Areal gegenüber dem bereits bestehenden Casino kolportiert.
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Stadt bestätigt: "Es gibt ein Ansuchen"
Eine Sprecherin von Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) - zuständig für die MA 36 - bestätigte die Anfrage von Novomatic in der Größenordnung von 600 Spielautomaten: "Es gibt ein Ansuchen."
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Casino passt ins Konzept
Im Büro der für den Prater zuständigen Stadträtin Grete Laska (SPÖ) unterstreicht man, noch keine Details zu dem Vorhaben zu kennen. Das kolportierte Projekt würde allerdings dem von der Stadt finanzierten Prater-Masterplan Emanuel Mongons entsprechen, wonach Glücksspiel vom Zentrum des Wurstelpraters an dessen Rand rücken soll.
Jedenfalls gebe es eine Anzahl bewilligter Glücksspiel-Konzessionen für das Areal, die noch nicht ausgeschöpft sei, so eine Sprecherin.
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FPÖ unterstützt Vorhaben, "klares Nein" von den Grünen. |
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Zustimmung und Kritik von Opposition
Während die FPÖ das Vorhaben unterstützt, kommt von den Grünen ein "klares Nein": Trotz hoher Verschuldungen und eines Anstiegs der Spielsucht werde in Wien das Glücksspiel nicht zurückgedrängt, sondern noch ausgebaut, so der nicht amtsführende Stadtrat David Ellensohn in einer Aussendung am Mittwoch.
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Grüne: Glücksspiel mit Gefahren
"Die Achse zwischen Stadt Wien und dem Glücksspielkonzern Novomatic, früher vertreten durch dessen ehemaliges Vorstandsmitglied und ÖVP-Gemeinderat und nunmehrigen Bundesminister Gio Hahn, scheint immer noch gut zu funktionieren", mutmaßte der Grüne.
Das sogenannte kleine Glücksspiel sei für die Stadt ein einträgliches Geschäft, da sie für jeden Automaten eine monatliche Abgabe von 1.407 Euro kassiere. Ellensohns Vorwurf: Obwohl die wissenschaftlichen Befunde über die teils dramatischen Auswirkungen des kleinen Glücksspiels bekannt seien, "investiert die Stadt bis dato keinen einzigen Cent in Prävention und die Therapie von spielsüchtigen Menschen".
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FPÖ: Prater als "Vergnügungsort"
Deutlich positiver stehen die Freiheitlichen zur neuen Spielhalle, die insgesamt 600 Automaten fassen soll: Man begrüße die geplante Errichtung, da im Prater als "Vergnügungsort" auch Platz für Spiel und Spaß sein müsse.
FPÖ-Gemeinderat David Lasar sprach in einer Aussendung allerdings von einem "Wildwuchs an Spielcasinos in vielen Wiener Straßen" und forderte, dass das Glücksspiel in vernünftige und überschaubare Bahnen gelenkt werden müsse. Ein großes Casino sei besser geeignet, die Jugendschutzbestimmungen einzuhalten, als ein anonymes Straßenlokal.
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wien.ORF.at; 22.4.08
Die Wiener Grünen haben nachgemessen und orten nun bei den Bauten für das Entree zum Prater Verstöße gegen die Widmungen. Sie haben Anzeige bei der Baupolizei eingebracht.
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