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SA | 21.11.2009
Supermarkt (Bild: APA/Gero Breloer)
Gesellschaft
Erster Sozialsupermarkt für Wien
Wien bekommt noch in diesem Sommer seinen ersten Sozialsupermarkt. Menschen mit maximal 800 Euro Monatseinkommen können dort stark verbilligte Lebensmittel kaufen.
90.000 Wiener gelten als arm.
800 Euro Monatseinkommen
Über 90.000 Wiener gelten als arm und haben oft nicht einmal genug Geld für Grundnahrungsmittel. Ab Juli gibt es für sie den ersten Sozialsupermarkt in Wien. Nach dem Vorbild von bereits bestehenden Einrichtungen in St. Pölten, Wiener Neustadt und Graz wird Pfarrer Wolfgang Pucher nun endlich seinen ersten Vinzi-Supermarkt in der Bundeshauptstadt eröffnen.

"Dort können Menschen, die weniger als 800 Euro monatlich Einkommen haben - das müssen sie nachweisen -, einen Ausweis bekommen, und dann können sie bei uns Lebensmittel zu einem Drittel des tatsächlichen Werts erwerben", so Pucher. Brot soll sogar verschenkt werden.
Innerstädtisch in Gürtelnähe
Der Standort des Vinzi-Supermarkts ist bereits fix. Pucher darf eine Filiale einer Supermarktkette übernehmen, die den Standort auflässt. Der Supermarkt ist in einem innerstädtischen Bezirk in Gürtelnähe. Mehr will der Vinzipfarrer noch nicht verraten, weil er erst die Bezirksvorstehung einweihen will.
VinziBett in der Ottakringer Straße
Der Sozialsupermarkt ist nicht das einzige Projekt Puchers in Wien. Das VinziBett-Obdachlosenheim ist gerade übersiedelt. In dem Haus in der Ottakringer Straße gibt es Schlafplätze für etwa 50 Obdachlose.
Grüne: Politik muss handeln
Die Wiener Grünen bezeichneten den "Bedarf an Sozialsupermärkten als Alarmzeichen für die Bundeshauptstadt. "Wenn Einwohner einer der reichsten Städte der Welt sich buchstäblich das 'tägliche Brot' nicht mehr leisten können, dann muss die Politik dringend handeln", hieß es.
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