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Chronik |
17.12.2008 |
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Polizei schoss zwölfmal auf Mann
Zwölf Schüsse hat am Mittwoch ein Polizist bei einer Verfolgungsjagd in Wien-Favoriten abgefeuert. Vier davon trafen den flüchtenden Mann. Auch ein vorbeifahrendes Auto und geparkte Pkw bekamen Kugeln ab.
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 Mit einem Besenstiel attackierte der Verdächtige die Polizisten. |
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Beamte mit Besenstiel attackiert
Der Vorfall ereignete sich gegen 8.00 Uhr. Ursprünglich wurden zwei Polizisten wegen Problemen bei einer Wohn-Kontrolle in einen Gemeindebau in der Troststraße in Favoriten gerufen. Der 48-Jährige griff plötzlich zu einem Besenstiel und ging auf die Beamten los. Dabei verletzte er einen Uniformierten schwer am Jochbein.
Nach der Attacke bedrohte der Mann die beiden Polizisten mit einem Messer. Dann ergriff er die Flucht. Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf. Einer versuchte, den Mann mit mehreren Schreck- und Warnschüssen zum Anhalten zu bewegen, so Gerhard Haimeder vom Landeskriminalamt.
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Verdächtigen viermal gezielt getroffen
Da der Mann keine Anstalten stehen zu bleiben machte und "ständig weiter mit dem Messer drohte", zielte der Polizist auf ihn. Nach den vier Treffern blieb der Flüchtende im Bereich der Van-der-Nüll-Gasse blutend stehen. Auf der Gleisanlage wurde er schließlich überwältigt.
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Anrainerfotos vom Polizeieinsatz

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Lenker von getroffenem Auto blieb unverletzt
Während der Verfolgungsjagd traf der Polizist auch mehrere abgestellte Pkws und ein zufällig vorbeifahrendes Auto. Dabei wurden die beiden seitlichen Hinterscheiben beschädigt. Der Lenker blieb unverletzt.
Die betroffenen Fahrzeugeigentümer können nun eine Entschädigung direkt vom Innenministerium (BMI) beantragen. Allerdings ist dies nur erlaubt, wenn der Betroffene nicht Vollkasko versichert ist.
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Verdächtiger wurde ins Spital eingeliefert. |
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Motiv vollkommen unklar
Der Verdächtige erlitt Verletzungen am Oberarm, Unterschenkel sowie an der rechten Schulter, so Haimeder. Er und der verletzte Beamte wurden laut Rettung ins Unfallkrankenhaus Meidling eingeliefert. Laut Polizei bestand keine Lebensgefahr. Das Motiv des Mannes ist noch vollkommen unklar.
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"Wien heute"-Video
Wien heute war mit einem Kamerateam kurz nach der Schießerei am Tatort.
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Augenzeuge spricht von "lauter Knallerei"
Eine große Blutlacke an einem Gartenzaun zeugte von dem Zwischenfall, der für großes Aufsehen sorgte. Blutspritzer waren auch auf den Schienen, auf Gehsteigen und auf der Straße zu sehen.
Ein Augenzeuge schilderte gegenüber der Austria Presse Agentur die dramatischen Minuten: "Ich habe eine laute Knallerei gehört und dachte zunächst, da würde jemand schon jetzt Böller schießen. Als ich aus dem Fenster blickte, sah ich zwei Polizisten, die einen Mann mit Hund verfolgten."
Dann seien alle aus dem Blickfeld verschwunden, so der Augenzeuge. Als sie wieder auftauchten, habe der Mann geblutet. Polizisten hätten ihn in einem Sicherheitsabstand umkreist und dann festgenommen.
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wien.ORF.at; 17.12.08
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Zu diesem tragischen Ereignis kann nicht gepostet werden.
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