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SA | 20.03.2010
Neu restaurierte, nostalgische Holzrutsche "Toboggan" im Prater (Bild: ORF)
CHRONIK
Prater eröffnet mit neuen Attraktionen
Am 15. März öffnet der Wiener Prater seine Tore und startet mit jeder Menge Attraktionen in die Frühjahrssaison: Die restaurierte Holzrutsche "Toboggan", ein Sturmboot und zwei Go-Kart-Bahnen warten auf die Besucher.
Neu restaurierte, nostalgische Holzrutsche "Toboggan" im Prater (Bild: Apa/Martin Fichter) "Toboggan" erstrahlt in rot-weißem Glanz
Die historische Holzrutsche, die unter den Wienern besser als "Toboggan" bekannt ist, stammt noch aus dem Jahr 1913. 2000 wurde sie aus Sicherheitsgründen geschlossen. Nach der Restaurierung erstrahlt sie dieses Jahr wieder in rot-weißem Glanz.

Derzeit wird im Prater alles herausgeputzt, Kleinigkeiten werden repariert, bevor am Sonntag die ersten Gäste in Wiens grünstes Eck kommen.

Nostalgisch präsentiert sich neben der Rutsche auch das Sturmboot, das nach dem Vorbild der "Wiener Dampfsturm Yacht aus 1907" errichtet wurde. Ab Ende April lockt die elektrische Doppelschaukel die Besucher.
Für 39 Euro Attraktionen innerhalb von zwei Stunden ausprobieren.
Pratercard künftig österreichweit erhältlich
Ebenfalls im April sollen die Bauarbeiten an den beiden Go-Kart-Bahnen abgeschlossen sein. Zum einen wird die Strecke der einstigen "Le Mans Go-Kart-Bahn" am Rondeau zur 250 Meter langen Fahrt durch eine Gebirgslandschaft umgestaltet. Die bestehende "MPQ-Bahn" wird dagegen um 90 Meter verlängert und mit neuen Go-Karts ausgestattet.

Beim Geldsparen soll etwa die generalüberholte Pratercard helfen. Diese dient nun nicht mehr nur als Wertkarte, auf die ein fixer Betrag aufgebucht wird, sondern ist auch als Zeitkarte erhältlich. Zunächst profitieren davon jedoch nur Gruppen.

Für 39 Euro können zahlreiche Attraktionen innerhalb von zwei Stunden beliebig oft ausprobiert werden. Erhältlich soll die Karte künftig österreichweit in allen Trafiken sein.
Riesenradplatz im Prater steht vor Fertigstellung (Bild: Apa/Martin Fichter)
Letzte Bauarbeiten beim Riesenradplatz im Prater (Bild: ORF)
Für Video- und Lichtinstallationen laufen gerade Testdurchgänge.
Riesenradplatz Ende März fertig?
In die finale Runde geht derzeit auch der Bau des Riesenradplatzes. Die Bauten des Pratereingangs sind mittlerweile fertig, für die geplante Musikbeschallung, die Video- und die Lichtinstallationen laufen noch letzte Testläufe. Verlaufen diese nach Plan, wird der Platz Ende März der Öffentlichkeit vor Augen geführt.

Ein 16-stündiges Dauerband soll täglich Musik abspielen, die von Klassik bis hin zu leichterer Muse reicht. "Es ist technisch wahnsinnig aufwendig", verwies Prater-Service-Geschäftsführer Georg Wurz darauf, dass allein die Tonanlage hunderte Boxen habe.

Am Rondeau des Riesenradplatzes gibt es dazu noch eine Videobespielung der Blindfenster, mit der dahinterliegende Räume suggeriert werden. Auch eine zentral gesteuerte Lichtanlage ist vorgesehen. Diese bereitet derzeit jedoch Probleme, da im Winter Wasser eindrang.
Autodrom-Fassade im Stil der 1950er Jahre
Bereits im Endausbau ist mittlerweile die Verkleidung des am Riesenradplatz liegenden Autodroms, dessen Fasse im 1950er-Jahre-Stil gebaut wurde.

Insgesamt sechs Millionen Euro investierten die Unternehmen heuer in den Prater. Auf große Investitionen wurde auf Grund der Wirtschaftskrise verzichtet.
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