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SO | 21.03.2010
Homosexuelle Männer (Bild: Fotolia/dieexklusiven)
WIRTSCHAFT
Schwule haben enorme Kaufkraft
Homosexuelle Männer sind deutlich finanzkräftiger als heterosexuelle. Allein in Österreich macht ihre Kaufkraft 17 Mrd. Euro aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine nun präsentierte Studie.
Schwule geben 45 Prozent mehr für Urlaube aus als Heterosexuelle.
Tourismus als wichtigster Markt
Der größte Markt für Schwule ist der Tourismus. Sie geben dabei durchschnittlich um 45 Prozent mehr als heterosexuelle Männer aus. Bevorzugt werden Städte-, Bildungs-, Sprach- und Kulturreisen, während Heterosexuelle eher einen Club-Urlaub bevorzugen.

Auch das Freizeitverhalten ist aktiver. Schwule gehen öfters aus, 55,4 Prozent mindestens an drei Abenden in der Woche. 22,7 Prozent der Schwulen sind gerne von "schönen Dingen" umgeben, bei den Heterosexuellen sind es 9,1 Prozent.
17 Milliarden Euro Kaufkraft
Für die Studie von Pink Marketing und Marketagent.com wurden im Dezember und im Jänner je rund 600 Interviews mit schwulen und heterosexuellen Männern aus allen Schichten und Bundesländern geführt.

Allein die Gruppe der rund 500.000 homosexuellen Männer in Österreich verfügt über eine Kaufkraft von 17 Milliarden Euro.
Fast doppelt so viele Schwule als Heterosexuelle geben mehr als 2.000 Euro für Lifestyleprodukte aus.
Doppelt so viele Hemden im Schrank
Während der heterosexuelle Mann sein Geld tendenziell eher in Sportgeschäften, in Elektro- und in Baumärkten ausgibt, investiert der Schwule mehr in sein Aussehen: Dabei setzt er auf Lifestyle- und Markenprodukte, kauft Uhren, Schmuck und teurere Autos und geht öfter aus.

Ein homosexueller Mann hat im Schnitt doppelt so viele Hemden im Schrank wie sein heterosexueller Kollege. 42,5 Prozent der homosexuellen Männer, aber nur 23,5 Prozent der heterosexuellen geben 2.000 Euro oder mehr im Jahr dafür aus.
Boom um Schwule als Konsumenten
"Seit 2006 gibt es einen Boom um den schwulen Mann als Konsumenten", so Günther Moser von Pink Marketing. Viele Firmen würden dieses Potenzial erst entdecken. Durch die Wirtschaftskrise würden Investitionen gekürzt. Gerade deshalb sei dies eine Chance für das Gay Marketing, so Moser.
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