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MI | 10.02.2010
Visualisierung Hauptbahnhof Wien (Bild: ÖBB-Holding AG)
ARCHITEKTUR
Hauptbahnhof: Wiener Büro gewinnt Bewerb
Der EU-weit ausgeschriebene Architekturwettbewerb für den Bau der neuen ÖBB-Zentrale auf dem Wiener Hauptbahnhof ist entschieden. Die Jury kürte das Wiener Büro "Zechner & Zechner ZT GmbH" zum Sieger.
56 Konzepte wurden eingeschickt, die Wiener gingen als Sieger hervor.
Verhandlungen mit Sieger laufen
Nun wird verhandelt: Bis Herbst soll dann feststehen, ob das Siegerkonzept tatsächlich verwirklicht wird. Wenn ja, soll den Siegern auch die Generalplanung der Konzernzentrale übertragen werden. Diese umfasst im Wesentlichen Architektur, Haustechnik und Statik des Hauses.

Sollte eine Einigung doch nicht zustande kommen, wird mit dem Zweitplatzierten - dem Berliner Architekten Max Dudler - verhandelt. Insgesamt stellten sich 56 Einreichungen unter anderem aus Frankreich, England, Spanien und den USA dem Preisgericht unter der Leitung von Marcel Meili.
Zentrale für 1.600 Mitarbeiter
Der ÖBB-Hauptsitz wird am südlichen Vorplatz des künftigen Bahnhofsgeländes errichtet. Er soll rund 1.600 Mitarbeiter aus verschiedenen Teilen des Unternehmens beherbergen. Nach dem aktuellen Masterplan soll die Maximalhöhe des Gebäudes 88 Meter nicht übersteigen.

Ursprünglich hätte die Zentrale am nördlichen Vorplatz stehen und somit Teil der so genannten BahnhofCity sein sollen.

Die Entscheidung für die Standortverlegung argumentierte die ÖBB im März mit ökonomischen Gründen: "Die südliche Fläche ist für uns genau so gut, wäre aber für eine wirtschaftliche Vermarktung weniger wert gewesen", erklärte damals eine Sprecherin. Deshalb wäre es unvernünftig gewesen, an den ursprünglichen Überlegungen festzuhalten.
Hauptbahnhof (Bild: ORF)
Planungen für Geschäftsviertel
Abstriche machte die Immo-Tochter beim gegenüberliegenden Turm. Der soll nun - entgegen früherer Planungen von bis zu 100 Metern Höhe - ebenfalls nicht höher als 88 Meter werden.

Verhandelt wird bereits hinsichtlich des Verkaufs der so genannten InterCity. Das Geschäftsviertel, auf dem unter anderem Gastronomie, Büros und Wohnräume entstehen sollen, liegt zwischen der BahnhofCity und der künftigen Zentrale der Erste Bank. Ein Ergebnis soll es Ende September geben. Sowohl Konzernzentrale als auch Bahnhof- und InterCity entstehen unabhängig vom eigentlichen Bahnhofsgebäude.
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