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MI | 10.02.2010
Studenten sitzen im Hörsaal auf dem Boden (Bild: APA/Roland Schlager)
BILDUNG
Uni Wien: Publizistik will Auswahlverfahren
Das Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Uni Wien plädiert für die Wiederaufnahme eines Auswahlverfahrens. Grund ist die explodierende Zahl von Studienanfängern.
Wer durch ein Auswahlverfahren muss, engagiert sich im Studium intensiver.
1.400 Erstsemestrige in Wien
In Wien erhöhte sich die Zahl der Studienanfänger im Wintersemester 2009 um ein Viertel. Mehr als 1.400 Studierende drängen sich in Lehrveranstaltungen für Erstsemestrige.

Eine Zugangsregelung für das Studium war seit 2007 möglich, wurde aber im Vorjahr abgeschafft. Laut dem Studienprogrammleiter Klaus Lojka hatte sich die Regelung vor allem deshalb bewährt, weil sich Studienwerber genauer mit ihrem Studienwunsch auseinandergesetzt hatten. Auch hätten die aufgenommenen Studierenden dann auch ihr Studium zielgerichteter und engagierter betrieben.
Regierung soll Auswahlverfahren ermöglichen
Nun müsse die Publizistik als erste Studienrichtung von einer im Gesetz vorgesehenen "Notfallbestimmung" Gebrauch machen. Die Regierung werde um eine Ermächtigungsverordnung ersucht, um wieder ein Auswahlverfahren durchführen zu können, hieß es in einer Aussendung der Uni Wien am Donnerstag.
Beschränkung soll schon im nächsten Semester in Kraft treten.
Gemeinsamer Antrag aller Institute
Der Antrag kann aber nur von allen Publizistikinstituten gemeinsam gestellt werden. Das sind neben Wien noch die Institute in Salzburg und Klagenfurt. Auch dort explodierte die Zahl der Studienanfänger. In Salzburg verdoppelte sie sich, in Klagenfurt vergrößerte sich die Zahl der Publizistik-Erstsemestrigen um ein Drittel.

Derzeit werde der Antrag an die Regierung formuliert, damit die notwendige Verordnung der Bundesregierung bereits zu Beginn des Sommersemesters 2010 in Kraft treten könne, so die Uni Wien.
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Ihre Meinung zu diesem Thema
Wir bilden mit.....
molly66, vor 116 Tagen, 14 Stunden, 55 Minuten
...UNSEREN Steuergeldern, auf UNSEREN Uni's deutsche Studenten aus und verwehren österreichischen Studenten den Zugang zur Bildung, weil die Deutschen sparen und Zugangsbeschränkungen haben. ***Kopfschüttel**
Warum werden für ausländische Studenten ...
isogjetzwos, vor 116 Tagen, 18 Stunden, 32 Minuten
... keine Transferzahlungen verlangt? In den vergangenen Tagen gab es in den Medien einen Bericht darüber, dass dies in den Nordlichen Staaten üblich ist. Österreich sollte mehr in die Universitäten und in die Forschung investieren und sich so auf der Welt einen Namen machen. Als Produktionsstandort hat es schon längst ausgedient. Ich erwarte mir von den Politikern mehr Visionen und Weitblick, als bloß die Schaffung neuer Hürden.
hm
bullion01, vor 117 Tagen, 6 Stunden, 29 Minuten
htl ist was anderes als uni... fhs haben ja auch aufnahmetest.. überall dort wo man auch nur soviele plätze anbietet wie wirklich vorhanden sind..
andererseits bei nem studium wie publizistik etc wo man eh fast nur theorie haben wird ists wohl nicht unbedingt erforderlich laborplätze etc zu haben...
was die unis mit dem geld der hacklerpension machen können ist natürlich auch der nächste punkt...

ist halt sicher auch irgendwie besser wenn gleich gesagt wird ob wer für ein studium geeignet ist oder nicht...

andererseits gibts immer mehr schulabsolventen die aufgrund der wirtschaftlich schlechten lage keine arbeit finden und sich dann entschließen studieren zu gehen!
Arme Publizisten!
panoptes, vor 117 Tagen, 5 Stunden, 50 Minuten
Persönlich kenne ich nur zwei Publizistik-Absolventen (Uni Wien), aber die beiden Leute haben's wirklich nicht gut getroffen: Der eine (Dr.) arbeitet seit fast zehn Jahren als Museumswärter, der andere (Mag.)hat nach dem Studium eine Buchhändlerlehre absolvieren müssen, um überhaupt einen Job als Buchverkäufer zu kriegen. Meine Meinung zu diesem Studium: Angesichts der Stellenmisere ist es schade um jede Minute, die jemand für dieses sinnlose Fach aufwendet.
Scheinbar kennst Du die falschen Leute
rechtsmittel, vor 117 Tagen, 3 Stunden, 12 Minuten
Ich kenne zwei Publizistik-Absolventinnen: die eine ist Pressesprecherin eines sehr großen Teilbereichs eines österreichischen Konzerns (>40.000 Mitarbeiter). Die andere war in der Entwicklung der Lehre an einer großen österreichischen Uni in Wien tätig und ist nunmehr in gehobener Position einer weithin bekannten Bank (>5.000 Mitarbeiter) tätig. Letztlich kommt es immer darauf an was Leute aus sich und ihrem Studium machen - ich keine auch reichlich Beispiele von Juristen und Betriebswirten, die nicht wirklich Karriere machen - von ausgebeuteten Spitalsärzten möchte ich gar nicht schreiben. Ob man unbedingt so geil auf "Karriere" sein muß ist sowieso nochmal ein eigenes Thema. Vielleicht helfen Dir diese Zeilen Deine eindimensionale Sicht zu korrigieren. PS: nur zur Info - ich habe nie Publizistik studiert.
@rechtsmittel
isogjetzwos, vor 116 Tagen, 18 Stunden, 35 Minuten
Für mich stellt sich die Frage, wann die beiden als Beispiel angeführten Publizistikabsolventen ihr Studium abgeschlossen haben. Das dürfte doch schon eine Weile her sein. Möglicherweise sieht es gegenwärtig doch ein wenig anders aus.
Ich gebe dir aber recht es kommt darauf was die Leute aus ihrem Studium machen u_n_d_ welche Kontakte, sprich Beziehungen sie haben. Es nützt der beste Abschluss heute nichts, wenn der Betreffende nicht die nötigen Kontakte hat, um einen entsprechenden Job zu bekommen. Ich kenne auch einige erfolgreiche Absolventen verschiedener Studienrichtungen, die Mangels entsprechender Kontakte beruflich nicht entsprechend Fuß fassen konnte. Weiters ist auch zu berücksichtigen unter welchen Rahmenbedingungen jemand studiert. Wenn einer nebenbei arbeiten muss, um sich sein Studium zu finanzieren, dann tut der sich viel schwerer, als jemand, der finanziell abgesichert sich nur auf sein Studium konzentrieren muss.
lieber ORF
ibinnetdo, vor 117 Tagen, 6 Stunden, 29 Minuten
bitte MORGEN um 8 UHR früh mit Kamera beim AUDIMAX der UNI WIEN erscheinen!!!! dann wisst ihr, das eine Überbelegung ist!!!
Auf der HTL gibts schon lange Aufnahmsprüfungen
poli2, vor 117 Tagen, 6 Stunden, 45 Minuten
und nicht mal ein positiver test ist/war eine garantie für einen freien platz; falls es mehr andere gab die besser waren.

seltsamerweise regt sich da niemand darüber auf.
nix da
leopoldinemayer, vor 117 Tagen, 7 Stunden, 18 Minuten
die öbb-gelder - die abermilliraden, die verbrannt werden - richtung uni umleiten und alles ist ok. und glaubt mir, in bildung zu investieren wirft längerfristig einen größeren profit ab, als faule arbeiterdenkmäler, die am liebsten krank feiern.
sonst noch Wünsche?
kaharatschonbonatschon, vor 117 Tagen, 7 Stunden, 20 Minuten
ein Publizistik-Studium würde einigen ORF-Redakteuren hier wohl nicht schaden. Offenbar haben die keines. Und da noch Beschränkungen einführen - nein, danke!
Haben Sie eine Ahnung!
ulenspygel, vor 117 Tagen, 6 Stunden, 50 Minuten
Wo glauben Sie, landen all die Studienabbrecher aus dem Fach?
ach so,
kaharatschonbonatschon, vor 117 Tagen, 6 Stunden, 31 Minuten
danke - jetzt weiß ich´s.
wieso eigentlich nicht...
shockhead, vor 117 Tagen, 7 Stunden, 33 Minuten
... ein auswahlverfahren nach der studieneingangsphase, ähnlich dem modell wie es auf den meisten schweizer unis üblich ist. nach zwei semestern gibts eine fette prüfung, werd die nicht schafft, darf zweimal wiederholen, wer dreimal durchrasselt hat pech gehabt. einerseits würde so der grundsatz gewahrt, dass man mit der matura die studienberechtigung bekommt, andererseits ist aber die zahl derer, die proseminare und seminare "verstopfen" verringert.

im übrigen halte ich eine lösung, wie es sie früher gegeben hat (es darf in österreich nur studieren, wer in seinem heimatland eine studienberechtigung nachweisen kann) für seeeehr sinnvoll. schade dass sich schüssel und gehrer nie dafür eingesetzt haben, ja zugelassen haben dass diese regelung abgeschafft wird
harrey, vor 117 Tagen, 7 Stunden, 22 Minuten
zum 1. absatz:
finde ich nicht gut, besser gleich am anfang ein auswahlverfahren, sonst hat man ein jahr unnötig verbraucht, wenn man die prüfung nicht schafft.

zum 2. absatz:
ich würd mal sagen, dass das gleichheitswidrig ist, das geht also nicht!
Auswahlverfahren in Publizistik
michimausi21, vor 117 Tagen, 7 Stunden, 55 Minuten
Meine Tochter hat jetzt im Wintersemester dieses Studium auch inskribiert, weil sie vorrangig Psychologie studieren wollte und bei nicht bestandener Prüfung ein "Ersatzstudium" haben wollte.
Bei genauerem Eingehen dieses Studiums gefällt es ihr aber so gut, daß sie auf jeden Fall Publizistik studieren möchte..
Was macht aber jemand, wenn beide Studien Auswahlverfahren haben und man unter Umständen keines davon besteht?
Soll man da in Zukunft noch ein 3. Studium in Betracht ziehen?
asamodro1, vor 117 Tagen, 7 Stunden, 52 Minuten
nein, einfach gas geben im auswahlverfahren. das ganze leben ist ein auswahlverfahren. wers durchzieht bleibt im spiel.
Amen.
harrey, vor 117 Tagen, 7 Stunden, 37 Minuten
asamodro1, vor 117 Tagen, 7 Stunden, 58 Minuten
als pkuw´ler bin ich für ein härteres aufnahmeverfahren und weniger plätze umd die qualität zu gewährleisten. die piefke-regelung gehört auch eingeführt.
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