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MO | 22.03.2010
Demonstrationszug der KindergartenpädagogInnen (Bild: ORF)
SOZIALES
Kindergarten: Standards, Hilferuf, Anpassung
Mit gegenseitigen Schuldzuweisungen und dem Ruf nach Vereinheitlichung haben Vertreter der Wiener Parteien auf die Demonstration von KindergartenpädagogInnen am Samstag reagiert.
SPÖ für einheitliches Rahmengesetz
"Die Rahmenbedingungen für Kinderbetreuung sollten endlich bundeseinheitlich geregelt sein", verlangte Wiens Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ). Er wies auf die Abschaffung der Kindergartenmilliarde durch ÖVP und FPÖ hin, die dazu geführt habe, dass jahrelang zu wenig neue Kinderbetreuungsplätze geschaffen worden seien.

Gerade in Wien würden KindergartenpädagogInnen hervorragende Arbeit leisten, so Oxonitsch. Wien habe mit dem Kindertagesheimgesetz bereits 2003 wesentliche Standards gesetzt. Es sei nun an der Zeit, "österreichweit, einheitliche Standards festzuschreiben".
ÖVP: "Berechtigter Hilferuf"
"Es ist höchste Zeit über die Qualität der Kinderbetreuung zu sprechen", sagte ÖVP-Gemeinderätin Monika Riha schon vor der Demonstration. Diese sei ein berechtigter Hilferuf einer Beschäftigungsgruppe, die unter teils schwierigen Arbeitsbedingungen einen anspruchsvollen Job leisten müssten.

Die SPÖ habe sich jahrelang gegen Gebührenbefreiung gewehrt. Dann sei der Gratiskindergarten überhastet eingeführt worden, so Riha, die darauf verwies, dass knapp 3.300 Mitarbeiter der MA 10 hinter der Kampagne des überparteilichen "Personenkomitees Wiener Kindergärten" stehen. Sie forderte die Einführung eines Hochschullehrgangs für vorschulische Pädagogik.
FPÖ für Anpassung der Gehälter
Die KindergärtnerInnen würden von der Stadtverwaltung im Regen stehen gelassen, die Arbeitsbedingungen seien nicht mehr akzeptabel, das Einkommen beschämend gering, stellte sich auch FPÖ-Bildungs- und Jugendsprecher Johann Gudenus hinter die Forderungen der Demonstranten.

Angesichts der beträchtlichen Verantwortung sei es längst überfällig, die Einkommen der Kindergärtner dem Durchschnittsgehalt öffentlich Bediensteter anzupassen. Die KindergärtnerInnen würden von der Stadtverwaltung im Regen stehen gelassen.
Grüne: Dringender Handlungsbedarf
Die große Zahl der Teilnehmer an der Demo beweise, dass dringender Handlungsbedarf bestehe, so die Familiensprecherin der Grünen, Daniela Musiol. Die Wiener SPÖ werde deutlich darauf hingewiesen, "dass es hier massive Probleme gibt.

Notwendig sei ein Bundesrahmengesetz, dass die Gruppengrößen, die Bezahlung der PädagogInnen und weitere Eckpunkte festhält, so Musiol.
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Ihre Meinung zu diesem Thema
genau darum gehts:
barbati, vor 154 Tagen, 20 Stunden, 20 Minuten
"Angesichts der beträchtlichen Verantwortung sei es längst überfällig, die Einkommen der Kindergärtner dem Durchschnittsgehalt öffentlich Bediensteter anzupassen." - Es geht ums Geld und das ist nur legitim. Ob das ganze nun in einem Gesetz festgeschrieben oder bundeseinheitlich ist interessiert wohl niemanden. Übrigens: Danke für den Termin am Samstag. Da sind die Berufstätigen weniger vom Stau betroffen als Montags bis Freitags.
schnell das richtige parteibuch aus der lade
celicasupra, vor 155 Tagen, 13 Stunden, 48 Minuten
und auf nach niederösterreich, dort gibt es für die pädagogInnen um 200 euro mehr im monat, jeder verantwortungsbewusste österreichische beamte besitzt doch mindestens vier parteibücher
hmm sehr komisch
weanastrizzi, vor 155 Tagen, 16 Stunden, 22 Minuten
so viele männliche kindergärtner hat ganz österreich nicht wie da mitgegangen sind abgesehen auch noch die vielen hobbydemostranten
es sind ja nicht nur die KindergartenpädagogInnen
phoebe07, vor 155 Tagen, 2 Stunden, 22 Minuten
betroffen sondern auch die Kinder - deswegen sind auch viele Eltern mitgegangen (und da gibt es doch noch ein paar Männer darunter - oder?)
Deutlicher kann man das Versagen der Frauenpolitik gar nicht beweisen!
karl50, vor 155 Tagen, 17 Stunden, 39 Minuten
Sozialistisch heisst nicht sozial.
fehlt da was?
grivas, vor 155 Tagen, 19 Stunden, 5 Minuten
haben die grünInnen zu dem thema nix zu sagen? das tät mich aber wundern.
seinehrh, vor 155 Tagen, 19 Stunden, 3 Minuten
nachdem die grünenInnen "täglich etwas orten", hat man sich diesesmal die obligatorische meldung einfach erspart. was die "orten" wissen wir onehin schon..
:)
valkure, vor 155 Tagen, 12 Stunden, 27 Minuten
:)
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