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SA | 21.11.2009
Bagger auf Friedhof (Bild: APA/HANS KLAUS TECHT)
BRAUCHTUM
Auch Grabsteine haben Friedhof in Wien
Erlischt das Benutzungsrecht einer Grabstelle, erlischt auch die Existenzberichtigung der Grabsteine. Die an die 200 Kilo schweren Granitplatten werden dann in Wien-Oberlaa verarbeitet.
"Ausbürgerungsverfahren" nach Frist
"Unvergessen" steht zwar auf vielen Grabsteinen, aber die Realität sieht oftmals anders aus. Wird das Benützungsrecht einer Grabstätte nämlich nicht verlängert, beginnt für den Verblichenen das langsame "Ausbürgerungsverfahren".

"Zum Beispiel, wenn die Angehörigen nicht mehr zahlen oder keine Nachkommen da sind. Aber zunächst geschieht mindestens zwei Jahre lang nichts", sagt Andrea Rauscher, Sprecherin der Wiener Friedhöfe. Verstreicht diese Frist ebenfalls, wird das Grab aufgelöst.
3.500 Tonnen Grabstätten im Jahr 2008 betroffen.
Gebeine werden exhumiert
Der Sarg wird aus seiner Einheitstiefe von 2,70 Meter gehoben, die Gebeine werden exhumiert und 30 Zentimeter darunter wieder eingegraben. Mit Urnen wird ebenso verfahren. Es folgt die Entfernung von Grabstein, Grabplatte und Einfassung.

Erst dann ist alles bezugsfertig für die "Nachmieter". 2008 wurden allein in Wien 3.500 Tonnen Grabstätten rezykliert.
Bagger auf Friedhof (Bild: APA/HANS KLAUS TECHT) Verarbeitung von 2.500 Tonnen jährlich
Die Firma ContraCon in Oberlaa verarbeitet jährlich rund 2.500 Tonnen Grabsteine. "Allein vom Zentralfriedhof bekommen wir bis zu vier Ladungen zu je drei bis sechs Tonnen täglich", so Firmenchef Wolfgang Lindner.

In seltenen Fällen wird aus den feingravierten Granitplatten, für die heute fünfstellige Eurobeträge zu bezahlen wären, Kopfsteinpflaster.
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Ihre Meinung zu diesem Thema
Und wie verwertet die Firma die Grabsteine?
heifisch, vor 23 Tagen, 16 Stunden, 15 Minuten
Was wird daraus erzeugt, außer die seltenen Pflastersteine? Hätte mich echt interessiert und genau das bleibt die Meldung schuldig! *ggrrr*
csaba, vor 24 Tagen, 1 Stunde, 26 Minuten
das ist richtig das eben bei einer auflösung die gebeine drinnen bleiben. aber irgendwie verständlich das man eben gräber auflassen muß den wohin sollen all die vielen toten hin.
Wie verrechnet die Friedhofsverwaltung eigentlich die Gräber, die für die Ewigkeit
tagespost, vor 24 Tagen, 5 Stunden, 12 Minuten
bestimmt sind?
knudelaug, vor 24 Tagen, 5 Stunden, 5 Minuten
ewig gibts net !!!
csaba, vor 24 Tagen, 4 Stunden, 51 Minuten
immer auf 10 zehn jahre oder wenn du die deckel gibst dann 20 jahre. auf lebenszeiten gibt es schon lange kein grab mehr meine großeltern haben noch eines.
für Normalwiener,da hast schon Recht, wir leben aber in einer...
gscheitbär06, vor 24 Tagen, 4 Stunden, 37 Minuten
...2 Klassengesellschaft!

....Und der größte Vorteil: Während Grabstellen öffentlicher Friedhöfe nach einiger Zeit aufgelassen, die Leichen exhumiert werden, sollen die Gräber am islamischen Friedhof für die Ewigkeit sein.

http://diepresse.twi.bz/E
Na wie schrecklich!
karteileiche, vor 24 Tagen, 4 Stunden, 19 Minuten
Den Toten wirds wohl wurscht sein.
@ gscheitbär06
minusmann, vor 24 Tagen, 3 Stunden, 44 Minuten
Bei einer Grabauflösung wird nicht exhumiert. Die Gehbeine bleiben am Grund des Grabes. Wäre auch zuviel Aufwand die Knochen da rauszukitzeln.
sverige, vor 24 Tagen, 2 Stunden, 53 Minuten
Kann man Gehbeine auch zum Sitzen benutzen?
*loooool*
gscheitbär06, vor 24 Tagen, 1 Stunde, 42 Minuten
@gscheitbär06
heifisch, vor 23 Tagen, 16 Stunden, 17 Minuten
Müssen die auch für die Ewigkeit bezahlen, denn bei uns wird bei Nichtbezahlung sofort nach Ablauf der Frist aufgelöst!
... wer soll das glauben
querulant1950, vor 24 Tagen, 5 Stunden, 21 Minuten
... dass Natursteine einfach "verschrottet" werden ??
Was für ein Unsinn! :-((
minusmann, vor 24 Tagen, 5 Stunden, 32 Minuten
Schrott ist metallischer Wertstoff. Er entsteht bei der Verschrottung metallhaltiger Erzeugnisse, z. B. von Autos und anderen Fahrzeugen sowie beim Abwracken von Schiffen und Flugzeugen, wenn deren Nutzungsdauer vorüber ist.
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