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Wiens erster Bücherschrank wird enthüllt (Bild: ORF/Sandra Knopp)
CHRONIK
Wiens erster "offener Bücherschrank"
Bonn, Berlin, Mainz und Graz hatten schon einen. Nun hat auch Wien einen offenen Bücherschrank bekommen. Er wurde am Freitag in Wien-Neubau eröffnet und ist ein Projekt des 1973 in Wien geborenen Künstlers Frank Gassner.
Offener Bücherschrank (Bild: ORF/Sandra Knopp)
Zum Anfang mit Kochbüchern, Surf-Basisliteratur und Michael Köhlmeier bestückt.
Gegenmodell zu "Kommerzkäse"
"Der öffentliche Raum ist in Wien großteils geprägt von Kommerzkäse", sagte Gassner bei der Eröffnung seines Gegenmodells. 24 Stunden am Tag ist der Bücherschrank an der Ecke Zieglergasse/Westbahnstraße in Wien-Neubau geöffnet.

Gut bestückt durch die Spende einer "leider ungenannt bleiben wollenden Institution" befanden sich Werke wie Michael Köhlmeiers "Idylle mit ertrinkendem Hund", Kochbücher und ein Einführungswerk zum Thema Surfen und die "Öko-Bilanz Österreich" in den Regalen.

Der Bücherschrank steht schief. Dadurch würde ein besserer Witterungsschutz erreicht, die Bücher nicht so leicht umfallen und die Türen leichter schließen. Gassner errichtete ihn ohne öffentliche Gelder.
Aufkleber signalisiert Ausscheiden aus dem Warenkreislauf.
Dauerhaftes Geben und Nehmen
Der offene Bücherschrank beruht auf dem Prinzip von Geben und Nehmen: Der Bücherschrank ist immer offen. Jeder kann, ganz ohne irgendwelche Anmeldungen und Kosten, Bücher herausnehmen und hineinstellen. Rund 250 Bücher sollen in den Schrank passen.

Gassner will damit im Laufe der Zeit erreichen, dass sich der Bücherschrank quasi autark erhält. Neu eingestellte Bücher bekommen einen Aufkleber, mit dem symbolisiert werden soll, dass die Bücher "dauerhaft dem Warenkreislauf, also dem Tausch gegen Geld, entzogen sein sollen", heißt es auf der Website des Betreibers.
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Eine gute Idee.
Ein Hindernis mehr in der Stadt.
Ist mir egal.
Betreiber hofft, dass sich die Idee in Wien bewährt.
Aktion bis 11. Juni beschränkt
Das Projekt ist vorerst bis 11. Juni des Jahres beschränkt. Dann läuft die Genehmigung des Bezirks ab. Gassner rief auf seiner Website allerdings dazu auf, sich beim Bezirk für eine Verlängerung der Aktion einzusetzen.

Die Idee eines "offenen Bücherschranks" ist vor allem im deutschsprachigen Raum nicht neu. Ähnliche Initiativen gab bzw. gibt es etwa in Bonn, Mainz und Berlin. Auch in Graz gab es Anfang der 1990er Jahre bereits eine "offene Bibliothek". "Es besteht also die Möglichkeit, dass es auch in Wien funktioniert", gab sich Gassner zuversichtlich.
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Ihre Meinung zu diesem Thema
pozzo, vor 175 Tagen, 20 Stunden, 15 Minuten
gerade in der kalten jahreszeit sind bücher ein wahrer segen. kleiner tipp: am besten brennt das kronenzeitungspapier.
roa01, vor 176 Tagen, 7 Stunden
Ich finde die Idee gut. Es ist wenigstens ein Versuch, die Leute wieder zum Lesen zu animieren. Ein Buch zwischen dem Blick in die Glotze schadet nie.
Im Zeitalter von Internet und so
hosenbeisser, vor 176 Tagen, 6 Stunden, 13 Minuten
wird mehr gelesen als all die Jahrzehnte davor. Das ewige Gejammere der selbsternannten Pseudobildungsbürger von wegen zu wenig Lesen ist wirklich entbehrlich.

Zeige mir einen PC welchen Du ohne zu Lesen bedienen kannst.

Leider steht in rund 90% der Bücher nur Schmarrn und nichts wirklich Lesenswertes.

Oder würdest das Telefonbuch von A bis Z oder einen Harry-Potter-Roman durchlesen wollen? Also, auf solchen Lesestoff kann ich gerne verzichten.
Unglaublich!
andreasloser, vor 176 Tagen, 6 Stunden, 7 Minuten
Ein Mann, der den Inhalt 90% aller Bücher kennt! Woher hat er die Zeit, so viel zu lesen? Übermenschlich.
@andreasloser
hosenbeisser, vor 176 Tagen, 6 Stunden, 1 Minute
Du solltest als erstes mal den Fahrmeir et al. "Statistik" ISBN 978-3642019388 lesen. Aber nicht nur lesen sondern vor allem den Inhalt grob verstehen. Wennst das schaffst, sollte es Dir klar sein dass man nicht alle Bücher lesen muss.

Nur, wirst solche Bücher wie den Fahrmeir in diesen Büchlkastl mit einer Sicherheit von mehr als 99.995% nicht finden. Leider. Aber für billige 10-Groschenromane wird es schon reichen.
Vielleicht habe ich Glück
andreasloser, vor 176 Tagen, 5 Stunden, 56 Minuten
und es steht mal ein Harry Potter drin.
phoebe07, vor 175 Tagen, 19 Stunden, 36 Minuten
also mir hat der erste Band gereicht - aber wenn selbst die englischen Ausgaben in Ö und D auf der Bestsellerliste gestanden sind hat das zumindest für die Sprachkenntnisse etwas Gutes (ich bevorzuge zum 'refreshing' Donna Leon). Aber um das klar zu stellen: ich lese ihn nicht weil ich ihn langweilig finde - aber von Dämonie habe ich dort wirklich nichts gefunden!
@hosenbeisser
roa01, vor 175 Tagen, 19 Stunden, 10 Minuten
Unter „Lesen“ verstehe ich Literatur und nicht die Bedienung meines PC, oder die „Krone“ beim Frühstück.
Wer darin natürlich keinen Unterschied sieht, für den sind Bücher umsonst geschrieben.
Natürlich hat Harry Potter nicht im geringsten
andreasloser, vor 175 Tagen, 18 Stunden, 40 Minuten
mit Dämonie zu tun. Dafür kann ich mir aber gutvorstellen, daß viele der Kinder, die ihn verschlungen haben, gegen das Gift des Rassismus gefeit sind. Und das ist doch auch was.
roa
patella, vor 175 Tagen, 18 Stunden, 22 Minuten
also ich lese jeden tag und das stundenlang. egal ob im supermarkt, in der ubahn, ich lese strassennamen auf schildern, lese werbung, zu hause lese ich die aufschriften von verpackungsmaterial...
man kann sich dem lesen nicht entziehen, aber nur literatur als lesen zu bezeichnen ist nicht richtig.
@patella
stephenquinn01, vor 175 Tagen, 18 Stunden, 13 Minuten
Literatur bildet. Belebt dazu die Sprache. Das meine ich mit „Lesen von Literatur“. Dass ich beim Einkauf die Aufschrift an der Suppenpackung, bevor ich sie in den Wagen gebe, lese, ist klar.
stephenquinn01, vor 175 Tagen, 18 Stunden, 9 Minuten
Wenn die Wagner Mitzi aus Windischgarsten sagt, Harry Potter ist Teufelszeug, dann stimmt das auch, Gott verdammt noch mal, Andreas! Die muss doch den Widerpart ihres Chefs kennen!
Es gibt keinen Teufel.
andreasloser, vor 175 Tagen, 18 Stunden, 7 Minuten
Das ist nur der liebe Gott, wenn er einen Fetzn hat. Sollte die Wagner Mizzi auch langsam wissen;-)
throwable73, vor 176 Tagen, 7 Stunden, 18 Minuten
Man darf sich nicht entmutigen lassen. Vielleicht ist ein update zum Homo Sapiens 2.0 doch nicht ausgeschlossen. Es gibt viele Projekte dieser Art. Andere Menschen produzieren in ihrer Freizeit kostenlose Software zur freien Verfügung. Und leben mit der Tatsache daß andere sich nicht genieren, ihre Mühen gewinnorientiert zu nutzen. Sollen sie ruhig. Die Provokation spüren sie trotzdem. Steter Tropfen höhlt den Stein.
Du hast recht. Die Form solcher Bücherschrankeln ist halt Unfug
hosenbeisser, vor 176 Tagen, 6 Stunden, 7 Minuten
Bücherschrankeln sind ca. 50...100 Jahre zu spät. Wennst schon sowas wie 2.0 meinst, dann nimm diese ganze Wikis her. Wie das bekannteste, wikipedia.

In ein paar Monaten ist das Kastl devastiert und kann von den Waschln der MA48 der thermischen Verwertung als Sperrmüll zugeführt werden. So schaut's aus.
sunwalker2006, vor 176 Tagen, 7 Stunden, 50 Minuten
Eine "schranklose" Alternative dazu ist Bookcrossing.

http://www.bookcrossers.at/bcd/home/
Dauerhaftes Geben und Nehmen
sunwalker2006, vor 176 Tagen, 8 Stunden, 20 Minuten
Ich schätze es wird eher ein Nehmen als ein Geben.
Wie der Schelm schätzt,
andreasloser, vor 176 Tagen, 8 Stunden, 3 Minuten
so ist er.
pozzo, vor 175 Tagen, 20 Stunden, 17 Minuten
ich glaub eher dort wird jeder seinen müll ablagern
phoebe07, vor 175 Tagen, 19 Stunden, 34 Minuten
der Schelm köönnte Recht haben falls es in der Umgebung Altwarentandler gibt die die Gratiskonkurrenz abwürgen und ihre Lagerbestände ergänzen wollen. (Habe diese Geier als Verkäuferin auf Pfarrflohmärkten noch in schlechter Erinnerung).
wer kann ein 'ö' brauchen - gratis abzugeben.
phoebe07, vor 175 Tagen, 19 Stunden, 34 Minuten
Schenke es Harald Glööckler.
andreasloser, vor 175 Tagen, 18 Stunden, 37 Minuten
Der freut sich bestimmt;-)
da werden bald die
danub52, vor 176 Tagen, 10 Stunden, 41 Minuten
Blattenln durch die Luft fliegen.Auch so eine Aktion die evollkommen unnötig ist und die Stadt nur verdreckt ! Wenn ich einen Mistkübel auf die Straße stelle bin ich dann auch Künstler ?
Schau, und so können sich alle freuen:
sachenmacher, vor 176 Tagen, 10 Stunden, 27 Minuten
Die einen über eine richtig nette Aktion, mehr Platz im Buchregal und neuen Schmökerstoff - und die anderen, weil sie schon wieder etwas haben, über das sie sich fürchterlich aufpudeln können :-)
sunwalker2006, vor 176 Tagen, 7 Stunden, 52 Minuten
Und die Straßenkehrer über mehr Arbeit. :)
@sachenmacher
roa01, vor 176 Tagen, 6 Stunden, 56 Minuten
Wer lesen kann freut sich. Doch es gibt auch welche, die so ihre Probleme mit der Aneinanderreihung von Buchstaben haben, - und die regen sich dann über solche Aktionen auf.
ob Bonn, Berlin, Mainz
mongstad, vor 176 Tagen, 12 Stunden, 46 Minuten
Interessant das unsere klugen hochbezahlte Manager und Politiker alles den deutschen abschauen
und selber keine Ideen haben
Gutes und Bewährtes
denkerin, vor 176 Tagen, 12 Stunden, 13 Minuten
zu kopieren halte ich noch immer für eine intelligente Leistung - denn der Aktion geht das Abwägen und Überlegen voraus.
Ich möchte niemanden
nautilus44, vor 176 Tagen, 13 Stunden
etwas unterstellen aber ich befürchte es werden mehr bücher "ausgeliehen"als reingestellt.In einer anderen welt,in einer besseren,könnte das klappen.In unserer nicht.
galanthus, vor 176 Tagen, 12 Stunden, 40 Minuten
Glaube ich nicht. Bücher, insbesondres Taschenbücher, gelten nicht als Wertgegenstand (anders als bei den Fahrrädern vor einigen Jahren).
Könnte mir vorstellen, dass es viele aus der Umgebung als willkommenen Anlass sehen werden ihre Bücherregale auszumisten.
nautilus44,
anton007, vor 176 Tagen, 12 Stunden, 20 Minuten
möglicherweise sind einige Bücher am Flohmarkt zu finden...
Stimmt.
denkerin, vor 176 Tagen, 12 Stunden, 11 Minuten
Irgendwann ist man froh, wenn man wieder Platz im eigenen Bücherregal schaffen kann, indem man einige Exemplare dort ablegt.
Ich wäre froh drum, eine solche Gelegenheit zu finden.
P.S. Nicht alle Flohmärkte nehmen auch Bücher entgegen.
roa01, vor 176 Tagen, 6 Stunden, 51 Minuten
Auch mein Bücherregal quellt schon langsam über und in meinem Keller steht ebenfalls eine volle Kiste mit Büchern. Literatur kann süchtig machen. *g*
augustedupin, vor 175 Tagen, 23 Stunden, 54 Minuten
nautilus, manche verleihen sogar Buecher untereinander, z. Bsp. aeh.. ihren Stammtischfreunden.
phoebe07, vor 175 Tagen, 19 Stunden, 29 Minuten
ich habe bisher Bücher die ich kein zweites Mal lesen wollte an die Carla (Altwarenshop der Caritas) oder einen Pfarrflohmarkt weitergegeben - aber ich finde es gut wenn es Möglichkeiten gibt dass sich ein Buch selbst seine neuen Leser sucht (Bookcrossing ist mir zu kompliziert).
stephenquinn01, vor 175 Tagen, 19 Stunden, 1 Minute
Neben Shakespeare, Goethe, Hemingway, steht auch abseits ein „Stephen Quinn“ in meinem Bücherregal. *g*
diese kausalität verstehe ich nicht
ceterumcenseo, vor 176 Tagen, 13 Stunden, 17 Minuten
"Der schief stehende Bücherschrank wurde von Gassner ohne öffentliches Geld errichtet. Dadurch würde ein besserer Witterungsschutz erreicht"
was haben öffentliche Mittel mit Witterungsschutz zu tun?
djfamc, vor 176 Tagen, 9 Stunden, 9 Minuten
Das liegt an der ungeschickten Umformulierung der Presseaussendung durch den ORF. Im Original wird klar, dass das schief Stehen für den Witterungsschutz verantwortlich ist.
Wieder so ein "Künstler".
barneyhdb, vor 176 Tagen, 13 Stunden, 51 Minuten
Was heutzutage für Schwachsinn als "Kunst" im Umlauf ist, muss zumindest als blamabel bezeichnet werden.
Wien hat wahrhaftig ausreichend Leihbüchereien.
Was hast du gegen
denkerin, vor 176 Tagen, 12 Stunden, 8 Minuten
Bücherausleihen und -einstellen?
Niemandem wird geschadet, es kostet nichts ---- was willst du noch?
Permanentsuderer?
Aber es sind immer wieder dieselben (kunstresistenten) FPÖ Wähler!
roa01, vor 176 Tagen, 6 Stunden, 48 Minuten
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