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MI | 10.02.2010
Fahrgäste in U-Bahnstation (Bild: ORF/JUL)
Rothneusiedl
Stadion nur mit U-Bahnanbindung
Ein neues Stadion in Rothneusiedl ist für Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) nur mit einer U-Bahn-Anbindung sinnvoll. Das hat er am Mittwoch im Gemeinderat gesagt.
Jahr 2014 für U-Bahnausbau und Stadion genannt.
U-Bahnausbau völlig unklar
"Ja, ich glaube nicht, dass es Sinn macht, ein Stadion oder Entertainmentcenter zu bauen, ohne dass die Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinfahren können", so Häupl zu einer Anfrage des Grünen Christoph Chorherr.

Das Problem dabei: Ob und wann es überhaupt eine U-Bahn nach Rothneusiedl geben wird, ist noch völlig unklar. Als möglicher Termin wurde das Jahr 2014 genannt.
Der politische Wille sei jedenfalls da, so der deklarierte Austria-Fan Häupl.
Schuld ist laut Häupl die öffentliche Diskussion.
Grundstückspreise gestiegen
In Anspielung auf steigende Grundstückspreise kritisierte der Bürgermeister, dass der Ankauf von Flächen am südlichen Stadtrand Wiens öffentlich thematisiert worden sei.

Es gelte der Grundsatz: "Wenn man Grundstücke kaufen will, soll man das Maul halten. Aber bei den Beteiligten ist das wahrscheinlich etwas durchaus Schwieriges", so Häupl in Anspielung auf Magna-Chef Frank Stronach.

Konkrete Planungsentscheidungen könnten könnten jedenfalls erst nach dem Erwerb von Grundstücken getroffen werden.
Kritik von Chorherr
Chorherr reagierte umgehend auf die Aussagen Häupls: "Das zeigt, dass das Projekt weiterhin unter dem Motto nix ist fix rangiert."

Gleichzeitig habe der Bürgermeister bestätigt, dass Stronach neben dem Stadion ein weiteres "Megaeinkaufzentrum" oder Entertainmentcenter plane, was zur massiven Verschlechterung der Nahversorgung in Wien führen werde.
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