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SO | 21.03.2010
Hundekot auf der Straße mit Schuh (Bild: APA)
Initiative
Eltern kämpfen gegen Hundekot
Eine Elterninitiative aus Wien-Brigittenau hat in nur einem Monat Zehntausende Unterschriften gegen Hundekot gesammelt. Eine Mehrheit hält beim Internet-Voting Hundebesitzer für disziplinlos. Hier können Sie noch mitvoten.
Eltern im Park
Gegen Hundstrümmerln auf Gehsteigen und in Parks gehen die Eltern vor.
Hundstrümmerln in der Sandkiste
Die Eltern fürchten um die Gesundheit ihrer Kinder. Auf dem Spielplatz, etwa im Forsthuberpark, herrsche ein strenges Hundeverbot, doch sogar zwischen Schaukel und Sandkiste seien Hundstrümmerln an der Tagesordnung, klagten sie.

Auch auf der angrenzenden Spielwiese hätten Hunde nichts verloren. Und trotzdem seien ihre Spuren unübersehbar, so die Mütter.

Gleich neben dem Spielplatz befindet sich eine Hundeauslaufzone. Doch auch in der Zone hätte der Hundebesitzer die Pflicht, die Überbleibesel mitzunehmen und zu entsorgen - was die meisten offenbar wenig kümmert.
Halten Sie Hundebesitzer für zu disziplinlos?
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Hunde. (Bild: APA) Eltern wollen bei Häupl vorsprechen
Zehntausende Wienerinnen und Wiener haben die "Hundstrümmerl-Petition", die auch in Arztpraxen aufliegt, unterschrieben. Sogar einige hundert Hundebesitzer sind laut Initiative dabei.

In der Petition wird Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) aufgefordert, "der Verkotung Wiens durch Hunde Einhalt zu gebieten".

Noch vor dem Sommer will die überparteiliche Elterninitiative bei Häupl vorsprechen. Bis dahin werden weiterhin fleißig Unterschriften gesammelt.
Immer mehr Hundeklos
Im Büro von Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) appelliert man an die Hundebesitzer, die über 100 Hundezonen zu benützen. Zusätzlich gebe es Jahr für Jahr mehr Hundeklos.
50.000 Hunde in Wien gemeldet
50.000 Hunde sind offziell in Wien gemeldet, das heißt, für sie wird auch "Hundesteuer" bezahlt. Die tatsächliche Zahl dürfte aber doppelt so hoch sein. Bei diesen Tieren handelt es sich um solche, deren Besitzer keine Abgabe bezahlen oder die den Hund in anderen Gemeinden, meist in Niederösterreich, registriert haben.

Die Hundeabgabe beträgt in Wien 43,60 Euro pro Jahr.
Hunde dürfen ihren Kot nur in einer der 100 Hundezonen der Stadt hinterlassen, außerhalb dieser Zonen sind Hundstrümmerln illegal.
Fünf bis zehn Tonnen Hundekot täglich
Wie viel Hundekot in Wien pro Tag liegen gelassen wird, darüber gibt es nur Schätzungen. Fünf bis zehn Tonnen schätzt man bei der Stadt. Zahlen über die Kosten gibt es nicht, da der Hundekot wie jeder andere Abfall von der MA 48 weggeräumt wird. Allerdings sollen die Ausgaben höher als die Einnahmen durch die Hundesteuer sein.
Herumliegende Hundestrümmerln sind illegal, so lange sie nicht in einer der 100 Hundezonen der Stadt liegen. Verrichten Hunde ihr Geschäft außerhalb dieser Zonen, sind die Besitzer verpflichtet, die Häufchen wegzuräumen. Ansonsten droht ein Organstrafmandat.
Hunden Hygienegrundregeln beibringen.
Warnung vor Hundehass
Der Tierschutzverein warnt unterdessen davor, Hunde bzw. deren Halter pauschal zu verunglimpfen. "Vielfach wird mit dem Kampf gegen Hundekot einfach Hundehass mittransportiert", so Vereinspräsidentin Lucie Loube.

Wobei Loube betonte, dass es tatsächlich bei vielen Hundebesitzern noch immer als Kavaliersdelikt gelte, ihre Vierbeiner auf Gehsteigen oder Spielplätzen ihr Geschäft verrichten zu lassen.

"Wir appellieren an alle Wiener, ihrem Hund die Hygienegrundregeln beizubringen, nicht nur, damit die Stadt sauber bleibt, sondern eben auch, um Hundehass vorzubeugen", hieß es.
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