Heftige Explosion in der Donau

Eine heftige Explosion hat am Samstagnachmittag die Donau erschüttert. Laut Polizei ist vermutlich eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg explodiert. Die Unterwasserdetonation war kilometerweit zu spüren. Verletzt wurde niemand.

Die Detonation erfolgte gegen 15.05 Uhr im Donaustrom auf der Höhe Raffineriestraße (Donaustadt) und Friedenspagode (Leopoldstadt) beim Grünen Prater. Ein Passant auf der Praterbrücke sah plötzlich die Fontäne im Wasser und alarmierte die Polizei. Schiff hatte sich zu diesem Zeitpunkt dort keines befunden. Verletzt wurde niemand, sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger. An der Wasseroberfläche trieben tote Fische.

Explosion mit einer hohen Fontäne in der Donau

APA/Georg Hochmuth

Einsatzkräfte der Polizei an der Stelle, wo sich die Explosion ereignete

„Die Explosion war deutlich zu spüren“

„Die Explosion war offenbar heftig. Wir hatten Anrufe bis aus der Gegend um das SMZ-Ost“, erklärte der Polizeisprecher. „Ich war gerade im Keller und habe einen dumpfen Knall vernommen. Die Explosion war deutlich zu spüren. Die Donau ist ein paar Kilometer von uns entfernt“, sagte ein Wiener, der die Explosion gehört hatte.

Explosion mit einer hohen Fontäne in der Donau

APA/Georg Hochmuth

Einsatzkräfte sammelten tote Fische zur Entsorgung ein

Der Entminungsdienst des Innenministeriums wurde alarmiert. Laut Polizei dürfte eine Fliegerbombe mit defektem Zeitzünder aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert sein. In der Gegend hatte es im Zweiten Weltkrieg häufig Bombenabwürfe gegeben.

„Wenn dieser Zeitzünder defekt ist, kann nicht bestimmt werden, wann die Bombe hochgeht. Die Explosion wird dann durch eine chemische Reaktion ausgelöst“, so der Polizeisprecher. Die Mitarbeiter des Entminungsdienstes planen nun einen Taucheinsatz, der in den nächsten Tagen stattfinden soll. Die Donau wurde wieder für den Schiffsverkehr freigegeben.