Manfred Bockelmann als „Sammler der Augenblicke“

Sein Bruder Udo Jürgens sorgt gerade mit seiner Familiensaga „Der Mann mit dem Fagott“ für Furore. Vor Jahren hat er ihm mit dem Lied „Mein Bruder ist ein Maler“ ein musikalisches Denkmal gesetzt. Manfred Bockelmann ist eine 30-minütige Dokumentation des ORF-Landesstudios Kärnten gewidmet. Zu sehen am kommenden Sonntag, Premiere war am Donnerstag in Wien.

Der Künstler Manfred Bockelmann zählt zu den vielseitigsten Kunstschaffenden Österreichs. Als „Sammler der Augenblicke“ wird er in der von Helga Suppan gestalteten Dokumentation präsentiert. Der jüngere Bruder von Udo Jürgens ist Maler, Bildhauer und Fotograf.

TV-Hinweis

ORF2 zeigt „Manfred Bockelmann - Sammler der Augenblicke“ am Sonntag um 10.30 Uhr- mehr dazu in tv.ORF.at.

Er erzählt unter anderem über den Beginn seiner Künstlerkarriere, seine Zusammenarbeit mit Friedensreich Hundertwasser, seine Inspirationsquellen und Pläne für die Zukunft. Suppan begleitete Bockelmann in sein Atelier, seinen Garten und zeigt ihn auch im Gespräch mit seinem Bruder Udo Jürgens. Dabei wird klar, wie der Musiker den Maler um seinen Beruf beneidet, aber auch, dass es umgekehrt genauso ist.

Udo Jürgens und Manfred Bockelmann

ORF/Landesstudio Kärnten/Leo Fuchs

Premiere im Leopold Museum

Die Premiere der Dokumentation fand im Auditorium des Leopold Museums im MuseumsQuartier in Wien statt. Museumsvorstand Diethard Leopold und Managing Director Peter Weinhäupl begrüßten dabei nicht nur Manfred Bockelmann persönlich, sondern unter anderem auch ORF-Kärnten-Landesdirektor Willy Haslitzer, ORF-Kulturchef Martin Traxl, die Gestalterin Helga Suppan und Altmeister Ernst Fuchs.

Ernst Fuchs, Manfred Bockelmann, Peter Weinhäupl v.l.n.r.)

Leopold Museum / APA-Fotoservice / Nadine Bargad

Manfred Bockelmann wurde 1943 in Klagenfurt geboren. Nach seinem Studium in Graz arbeitete er zunächsts als freier Fotograf, bevor er mit Friedensreich Hundertwasser auf dessen Schiffskutter „Regentag“ reiste. Es entstand das Kunstbuch „Hundertwasser - Regentag“. Fotosafaris führten Bockelmann durch Mittel- und Südamerika, Australien und Ostafrika. Im Buch „Malerei der Stille“ dokumentiert er 1985 die Summe seiner künstlerischen Arbeiten.

1995 gestaltet er in Kärnten die Scheune seines Bauernhofs zum zentralen Atelier um. Fotografie und Malerei beeinflussen sich gegenseitig, für Bockelmann gibt es keinen Werte-Unterschied zwischen Fotografie und Malerei. Ersteres empfindet er als Festhalten des Augenblicks, letzteres als Bewältigung einer Summe von Augenblicken.

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