1.800 Parkpickerlstrafen am ersten Tag

Die dreitägige Schonfrist ist vorbei: In den neuen Parkpickerlzonen wird seit Donnerstag gestraft. Rund 1.800 Strafen zu je 36 Euro setzte es bis zum frühen Donnerstnachmittag. Viel Geld machen auch die Betreiber der nun ausgelasteten Parkgaragen.

„Das ist eigentlich schon sehr viel“, bekannte Parkpickerlkoordinator Leopold Bubak. Die meisten Strafen habe es in Meidling gegeben.

Abstimmung wird geladen...

Garagenbetreiber als Parkpickerlgewinner

Rudolfsheim-Fünfhaus sowie Teile von Meidling, Penzing, Ottakring und Hernals sind von der Ausweitung betroffen.

Parkpickerl: Jetzt wird gestraft

ORF/Julia Korponay

Die Schonfrist ist vorbei

Dort, wo früher nur sehr schwer ein Parkplatz zu finden war, gibt es plötzlich wieder genügend freie Parkplätze. Dafür melden die Betreiber von Parkgaragen, dass sie nun völlig ausgelastet seien. Die Park-and-Ride-Anlage in Hütteldorf meldet etwa, dass seit der Ausweitung der Pickerlzonen die Auslastung um rund 30 Prozent zugenommen habe und man nun voll ausgelastet sei.

Ähnlich sind die Zahlen bei der Park-and-Ride-Anlage in Ottakring. Zwischen 10.00 und 14.00 Uhr gebe es dort keinen einzigen freien Parkplatz mehr, teilten die Betreiber mit. Auch in Niederösterreich stiegen offenbar viele Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel um. Die Parkhäuser sind auch rund um Wien voll - mehr dazu in Parkpickerl „füllt“ Parkhäuser in NÖ (noe.ORF.at).

Das Plus betrifft aber nicht nur Park-and-Ride-Anlagen, sondern auch Dauerparkplätze. „Die Anfragen von Dauerparkern haben stark zugenommen. Wir haben auch unser Kundencenter personell aufstocken müssen“, sagte James Toal von APCOA - mehr dazu in Parkpickerl bringt Garagenplatzaktion.

„Parkpickerlflüchtlinge“ kehren zurück

Und eine Wirkung hat die Ausweitung der Parkpickerlzonen offenbar noch. „Parkpickerlflüchtlinge“ aus Margareten, Mariahilf, Neubau und der Josefstadt dürften ihre Autos nun wieder in ihren Heimatbezirken abstellen und dort ein Parkpickerl beantragt haben. In diesen Bezirken wurden allein 500 neue Parkpickerl beantragt.

Seit der Ausweitung der Parkpickerlzonen wächst die Parkplatznot in Währing sowie außerhalb der Zonen in Ottakring und Hernals: Vor allem in der Früh sind dort mehr Pendler auf Parkplatzsuche. In Währing lehnte Bezirksvorsteher Karl Homole (ÖVP) aber die Einführung des Parkpickerls ab - mehr dazu in Parkpickerl: Währing bleibt bei Nein.

In den vergangenen Wochen hatten die Bezirksämter wegen des erwarteten Ansturms auf das Parkpickerl länger geöffnet. Ab kommenden Montag gelten laut Bubak aber wieder die normalen Öffnungszeiten.

Links: