Neuer Maria-Theresien-Taler zum Jubiläum

Zum 300. Geburtstag der berühmten Regentin erscheint eine vierteilige Sonderedition des Maria-Theresien-Talers. Aber auch das in Wien geprägte Original ist immer noch beliebt und - mancherorts sogar noch im Umlauf.

Seit 1740 wird die Münze geprägt, bis heute in der Version von 1780, dem Todesjahr der Herrscherin. Hergestellt werden die knapp 30 Gramm schweren und vier Zentimeter großen Taler von der Münze Österreich mit Sitz im ehemaligen Hauptmünzamt am Heumarkt. Bereits an die 400 Millionen Exemplare wurden produziert - mehr dazu in Maria Theresia: Medaillen als Medium.

Taler teilweise noch in Verwendung

Obwohl die Münze hierzulande seit 1858 nicht mehr als offizielles Zahlungsmittel gilt, spielt sie in manchen Ländern immer noch eine reale wirtschaftliche Rolle, obwohl nicht immer klar ist, ob es sich überhaupt um Originale der meistverbreiteten Silbermünze der Welt handelt. „Der Taler ist im Levante, den östlichen Mittelmeerländern, im Oman, Jemen, Nord- und Nordostafrika, auch heutzutage zu finden“ meint Walter Hafner, der ein eigenes Lexikon zum Maria-Theresien-Taler herausgebracht hat. Offizielles Zahlungsmittel ist der Taler aber nirgends mehr.

Maria-Theresien-Taler, Vor- und Rückseite

Münze Österreich

Der Maria-Theresien-Taler wird bis heute in Wien geprägt

Laut Münze Österreich müssen „die Taler, die in Ostafrika in Umlauf sind, keine österreichischen Prägungen sein. Es können legale oder sogar illegale Nachprägungen der verschiedensten Prägestätten sein, die etwas vom Erfolg des Talers abhaben wollen“.

Maria-Theresien-Taler

Im ehemaligen Hauptmünzamt am Heumarkt werden die knapp 30 Gramm schweren Taler bis heute geprägt.

Sonderserie zeigt verschiedene Etappen

In Österreich genießt der Taler hauptsächlich als Sammelobjekt Beliebtheit. Er sei aber auch „im Bereich des Trachtenschmucks nach wie vor im Einsatz“, heißt es bei der Münze Österreich. Zum 300. Geburtstag Maria Theresias erscheint nun eine Serie von 20-Euro-Silbermünzen, die die verschiedenen Phasen ihrer Regentschaft nachzeichnen sollen.

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