Handyverbot kein Thema in Wien

Aufregung gibt es in Frankreichs Schulen: Mit dem Jahreswechsel werden Handys, Smartphones und Tablets verboten. In Wien ist ein ähnliches generelles Handyverbot derzeit kein Thema.

Jede Schule kann selbst entscheiden, wie sie mit den mobilen Geräten umgeht, heißt es aus dem Wiener Stadtschulrat. Eine Vorgabe für die Schulen gibt es nicht. Allerdings wird in den Hausordnungen sehr wohl geregelt, was erlaubt ist und was nicht. So sind schon seit Längerem in fast allen Wiener Schulen Handys und Smartphones während der Unterrichtsstunden verpflichtend ausgeschaltet.

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Cybermobbing als Problem

In den Pausen dürfen sie wieder benützt werden. Das System funktioniert so auch, heißt es. Eine zentralstaatliche Regelung wie derzeit in Frankreich wäre in Österreich auch schwer umzusetzen. Denn damit würde das zuletzt gerade verabschiedete Autonomiepaket für die Schulen wieder aufgeweicht werden. Handyverbote werden an Wiens Schulen bereits seit Jahren überlegt - mehr dazu in Schulen beraten über Handyverbote. So sprach sich die damalige Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (SPÖ) im Jahr 2013 gegen ein Komplettverbot aus.

Smartphone Gruppe

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Das Thema Handy spielt bei Jugendlichen eine zentrale Rolle

Smartphones stören allerdings nicht nur den Unterricht und helfen beim Schummeln, auch wegen Cybermobbings sorgen die Geräte an Schulen für Probleme. Wie sehr das Thema Handy eine Rolle in der Schule spielt, zeigen die Anfragen an das Beratungsteam von Rat auf Draht. Unter allen Anfragen, die von Kindern und Jugendlichen kommen, steht „Handy“ an erster Stelle. Denn damit wird nicht nur kommuniziert, sondern auch gemobbt - mehr dazu in Schulstress vermeiden, bevor er entsteht.

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