Peter Alexanders Villa wurde abgerissen

Das Einfamilienhaus, in dem der legendäre Schauspieler und Sänger Peter Alexander bis zu seinem Tod im Jahr 2011 gelebt hat, ist abgerissen worden. Es stand seit seinem Verkauf im Jahr 2015 leer.

Peter Alexander selbst nannte es „mein kleines Schönbrunn“. Am 18. Juni begannen laut Baupolizei die Abrissarbeiten. Die Villa war schon komplett abgetragen, als mit 1. Juli die in den vergangenen Tagen viel zitierte Novelle der Bauordnung in Kraft trat. Seitdem muss bei Häusern, die vor 1945 errichtet wurden, die Behörde prüfen, ob ein Gebäude erhaltenswert ist. Im Fall der Villa von Peter Alexander war der Abriss also noch bewilligungsfrei und legal, wie die Baupolizei gegenüber „Wien heute“ bestätigte.

Rufpreis vier Millionen Euro

Peter Alexander lebte die letzten Jahre bis zu seinem Tod 2011 zurückgezogen in seiner 300 Quadratmeter großen Grinzinger Villa. Sie stand auf einem 1.500 Quadratmeter großen Grundstück, abgeschirmt hinter einem Mäuerchen, hohen Thujen und Sträuchern. Insgesamt mehr als drei Jahrzehnte diente die Villa dem Entertainer und seiner Familie in Wien immer wieder als Unterkunft. Im Oktober 2015 sollte das Objekt versteigert werden - mehr dazu in Peter-Alexander-Villa wird versteigert.

Doch die Versteigerung entwickelte sich nicht so wie geplant. Acht Interessenten hatten sich angemeldet, doch nur zwei erschienen zur Versteigerung. Der Rufpreis lag bei vier Millionen Euro. Der damalige Makler Harald Knoll brach die Versteigerung ab. Von den beiden erschienenen Interessenten erfüllte keiner die Bedingungen für eine Teilnahme an der Auktion. Danach versuchte der Makler, das Anwesen auf herkömmlichen Weg an den Mann zu bringen - mehr dazu in Peter-Alexander-Villa im freien Verkauf. Vor drei Jahren ging die Villa dann an einen Geschäftsmann.

Ehemalige Haushälterin schockiert

Peter Alexanders ehemalige Haushälterin, Eva Kresic, war schockiert, als sie die Abrissstelle gesehen hat.

Luxuswohnungen in bester Lage?

Eva Kresic war 16 Jahre lang die Haushälterin von Peter Alexander in der Villa. Sie konnte den Abriss im ersten Moment gar nicht glauben, wie sie in „Wien heute“ sagt: „Mein Sohn ist mit mir da vorbeigefahren. Ich hab’ gedacht, ich träume, als ich gesehen habe, dass nur mehr die Hälfte vom Haus steht. Das war schon ein Schock für mich.“

Sie vermutet, dass jetzt auf dem Anwesen in bester Döblinger Lage wohl Luxuswohnungen errichtet werden - sozusagen ein „kleines Schönbrunn“ für jene, die es sich leisten können.