Chaos um Ausweichrouten für 13 A

Sieben Jahre wird die Kirchengasse für den 13A in Neubau gesperrt. Grund dafür ist der Bau der künftigen U2-Station Neubaugasse. Alle Alternativrouten sind bisher auf Widerstand gestoßen. Jetzt drängt langsam die Zeit.

Die Wiener Linien luden alle Betroffenen zu einem Gespräch, bei dem sie mögliche Ausweichrouten für die Busse präsentieren wollen. Ursprünglich war geplant, die Route des 13A in die Neubaugasse zu verlegen. Sieben Jahre lang wären Busse in beide Richtungen durch die Gasse gefahren. Die Wiener Linien hielten das für die beste Idee, nicht so aber Neubau-Bezirksvorsteher Markus Reiter von den Grünen sowie zahlreiche Händler und Anrainer - mehr dazu in Neubaugasse soll für Busse umgebaut werden.

Animation Wiener Linien über 13A in der Neubaugasse

Wiener Linien

Grafik 13A-Gegenverkehr in Neubaugasse

Stiftgasse, Nelkengasse oder doch Neubaugasse?

Bezirk und Anrainer schlugen vor, die Busse über die Stiftgasse umzuleiten. Bei dieser Variante ist den Wiener Linien aber der Fußweg für die Fahrgäste zur U3 zu lang. In Diskussion ist auch die Route Nelkengasse-Zollergasse. Auch diese Route wurde von Reiter abgelehnt. Dafür müsste der Siebensternplatz teilweise rückgebaut werden. Damit haben aber wiederum weder Anrainer noch der Bezirksvorsteher von Mariahilf, Markus Rumelhart (SPÖ), eine Freude.

13A und 13B

Wiener Linien

Auch die Teilung der Route wäre eine Möglichkeit

Außerdem gibt es noch die Initiative „Ja zum 13A“. Sie könnte mit der Ausweichroute durch die Neubaugasse leben. Dass es eine Route gibt, mit der alle leben könnten, scheint bei dem Treffen, an dem neben Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou von den Grünen auch Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) teilnimmt, mehr als fraglich. Aber egal, wo der 13A künftig fahren wird: Die Arbeiten an der neuen U2-Station Neubaugasse beginnen Mitte 2019. Bis dahin muss eine Ausweichstrecke gefunden werden.

13A muss für Bau des Linienkreuzes U2/U5 weichen

Notwendig macht eine Verlegung der 13A-Route die neue Trasse der U2. Bereits im Herbst dieses Jahres beginnen Vorarbeiten dafür. Im Jahr 2028 soll die U2 dann vom Wienerberg bis in die Seestadt Aspern fahren - mehr dazu in Linienkreuz U2/U5 in den Startlöchern.

Busse der Linie 13A

Wiener Linien/Helmer Manfred

Begegnung zweier Busse der Linie 13A

Allerdings ist das Projekt, was nicht ungewöhnlich ist, von Protesten begleitet. Anrainer wehren sich, sie fürchten massive Behinderungen, und das über Jahre hinweg. Tausende Lkw-Fahrten werden nötig, um hunderttausende Kubikmeter Material wegzuschaffen - mehr dazu in Anrainerbedenken bei U2-Baustelle. Geschäftsleute bangen um ihre Einnahmen. Hier könnte es aber Entschädigungen für betroffenen Geschäftsleute geben - mehr dazu in U-Bahn-Bau: 3,8 Millionen Euro für Geschäfte. Aber auch die Bauarbeiten selbst sind eine Herausforderung, gilt es doch, Stationen und Strecke in dichtem, eng verbauten Stadtgebiet zu errichten.

red,wien.ORF.at/APA

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