Tojner hält an Heumarkt-Projekt fest

Immobilieninvestor Michael Tojner will sein Heumarkt-Projekt in Wien durchziehen: Er sei von der architektonischen Qualität des Entwurfs überzeugt, das Projekt erfülle alle Bedingungen, so der Unternehmer im ORF-Interview.

Das umstrittene Projekt zur Umgestaltung des Heumarkts - vom Hotel Intercontinental bis zum Konzerthaus - hat im Juni 2017 im Wiener Gemeinderat die notwendige Mehrheit bekommen - mehr dazu in Heumarkt-Projekt im Gemeinderat beschlossen. Die Neugestaltung betrifft eine Fläche von 15.400 Quadratmetern und sieht unter anderem den Neubau des Hotel Intercontinental mit einem 66 Meter hohen Turm vor.

Im Interview mit dem Ö1-Wirtschaftmagazin „Saldo“ sagte der Immobilienunternehmer, Geschäftsführer der Wertinvest Beteiligungs- und Immobilienberatungs GmbH, am Freitag: „Wir halten am Entwurf von Architekt Weinfeld fest. Das Projekt wird sich am Ende, glaube ich, ins Ensemble gut einfügen.“

Rendering neues Konzept für Heumarkt

Isay Weinfeld&Sebastian Murr

Das Heumarkt-Areal: Neugestaltung vom Intercontinental bis zum Konzerthaus

Tojner: „Hoffe, dass Welterbestatus erhalten bleibt“

„Es ist ein Projekt, das alle Bedingungen, die am Anfang im Mittelfeld gestanden sind, erfüllt, und von dessen Qualität ich auch sehr überzeugt bin“, so Tojner. Es sei sein Ziel, das Projekt am Ende zum Erfolg zu führen und allen, „die Kritik geäußert haben, zu zeigen, dass das ein ganz tolles Projekt für Wien und für Österreich ist“.

Der 300-Millionen-Euro-Bau, mit dem 2019 begonnen werde soll, könnte dazu führen, dass Wien seinen Weltkulturerbestatus verliert. Derzeit befindet sich Wiens Welterbe weiterhin auf der Roten Liste. Im Juni 2019 soll über eine Aberkennung entschieden werden - mehr dazu in Wiens Welterbe weiter auf Roter Liste.

Auf die Frage, ob Wien den Status als Weltkulturerbe braucht, antwortete Tojner: „Wir sind überzeugt, dass die Mission, die die Stadt Wien jetzt ins Leben gerufen hat, die mit der UNESCO verhandelt, ein positives Ende finden wird. Wir haben uns von Beginn an bemüht, die UNESCO mit ihren Beratern einzubeziehen, und ich hoffe, dass der Status erhalten bleibt.“

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