Schwierige Temperaturregelung in „Öffis“

Die einen meinen, es sei ständig überhitzt, und den anderen ist es zu kalt. Über die Temperatur in den Wiener „Öffis“ wird mit Leidenschaft diskutiert. Dabei haben die meisten Garnituren vollautomatische Heiz-Kühl-Lüftungsanlagen.

Seit 2002 werden sämtliche neuen Straßenbahnen, Busse und U-Bahnen mit HKL-Anlagen ausgestattet. Die Heizung, Lüftung und Kühlung läuft jeweils vollautomatisch ab. „Der Fahrer kann da nichts zutun, es gibt Innen- und Außenfühler in diesem Bereich, die über 24 Grad kühlen bzw. unter 18 Grad heizen. Dazwischen wird gelüftet“, sagte Barbara Pertl, Sprecherin der Wiener Linien, in Radio Wien.

Maximal fünf Grad Unterschied

Trotzdem kann es im Sommer oft vorkommen, dass es in den Straßenbahnen kaum merklich kühler ist. „Anzumerken ist, dass es immer maximal fünf Grad Unterschied zur Außentemperatur haben kann“, so Pertl. Das hat mit dem Gewicht der Anlagen zu tun, weswegen ihre Größe und Leistungsfähigkeit beschränkt wird. Stärkere Anlagen würden dazu führen, dass die Gefährte das Maximalgewicht überschreiten - und dann müsste bei der Passagieranzahl gespart werden.

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Auch dass die Türen bei jeder Station auf- und zugehen, wirkt sich auf die Temperatur in den Fahrzeugen aus. Und längst nicht alle sind mit diesen HKL-Anlagen ausgerüstet. Derzeit ist lediglich die Busflotte komplett damit ausgestattet. Bei U-Bahnen sind die Silberpfeile und die erste Generation der U6 nicht gekühlt, insgesamt haben 49 Prozent eine HKL-Anlage.

Steigerung bei Straßenbahnen

Bei Straßenbahnen sind es 36 Prozent - hier fehlt die HKL-Ausrüstung bei den alten, roten Straßenbahnen und bei der ersten ULF-Generation. Die alten Züge sind überhaupt nur mit Heizungen ausgestattet, die man ein- oder ausschalten kann. Eine Temperaturregulierung gibt es hier nicht. In den kommenden Jahren soll die Verbreitung der HKL-Anlagen weiter steigen, wenn nämlich bis 2025 insgesamt 119 Flexity-Garnituren zur Straßenbahnflotte dazukommen und im Gegenzug alte Garnituren ausgemustert werden - mehr dazu in Flexity-„Bim“ unterwegs.

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