Essverbot in U-Bahnen in Kraft

Mit Dienstag ist das Essverbot auf alle U-Bahn-Linien ausgeweitet worden. Ausnahmen gibt es für Kinder, Strafen sind vorerst nicht geplant. Auch eine Ausweitung auf Straßenbahnen und Busse kommt vorerst nicht.

„Es ist jetzt in allen U-Bahn-Linien so weit, dass wir von den Fahrgästen erwarten, dass sie das Essen unterlassen“, sagte Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl am Montag bei einem Fototermin in der U4-Station Heiligenstadt am Montag.

Begleitet wird die Einführung des generellen Essverbots in der Wiener U-Bahn von einer weiteren Infokampagne: „Auch geruchlose Speisen hinterlassen Spuren“, heißt es etwa auf einem Plakat, auf dem ein Nuss-Nugat-Croissant abgebildet ist.

Plakat Essverbot

APA/Hans Klaus Techt

Nicht nur das Essverbot wird ausgeweitet, auch die Infokampagne der Stadt

Essen bei Kindern und alkoholfreie Getränke erlaubt

Das im Sommer von der für die öffentlichen Verkehrsmittel zuständigen Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) angekündigte Verzehrverbot hat für intensive Debatten gesorgt. Denn es wurde nicht wie ursprünglich geplant nur für stark riechende Speisen erlassen, sondern generell für feste Nahrung. Auch der Biss in ein Weckerl oder in einen Apfel ist also nicht mehr gestattet. Ausgenommen sind alkoholfreie Getränke. Kindern werde man aber nicht ihren Keks wegnehmen, heißt es bei den Wiener Linien.

Seit Beginn der Regelung im September bis Ende des Jahres musste das Personal 88 Fahrgäste der Linie U6 auf das Essverbot aufmerksam machen - bei rund 250.000 Fahrgästen auf dieser Linie ein sehr geringer Anteil, wie bei den Wiener Linien betont wird - mehr dazu in Essverbot bald in allen U-Bahnenund Essverbot in U6: Bisher 61 Ermahnungen.

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Ausweitung nicht ausgeschlossen

Dass nach den U-Bahnen auch Straßenbahnen und Busse der Wiener Linien zu essensfreien Bereichen werden, wird bereits diskutiert. Gegenüber „Wien heute“ haben sich Straßenbahnbenützer für eine Ausweitung des Essverbots ausgesprochen. „Es ist Zeit genug, dass die Menschen zu Hause essen“ oder „Essen in der Straßenbahn gehört genauso verboten wie in der U-Bahn“, hieß es etwa.

Essverbot bald in allen Öffis?

Mit Dienstag gilt das Essverbot in allen U-Bahn-Linien. Eine Ausweitung auf alle öffentlichen Verkehrsmittel wird diskutiert.

Die Ausweitung des Essverbots auf Busse und Straßenbahnen sei „derzeit nicht angedacht“, meinte dagegen Alexandra Reinagl. Durch das hohe Fahrgastaufkommen sei der Reinigungsaufwand in der U-Bahn am größten. Gegenüber „Wien heute“ sagte Reinagl: „Wir werden das genau beobachten, es ist nicht ausgeschlossen, dass es auch auf Straßenbahn und Bussen kommt.“

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