„Sklaverei“-Vorwurf gegen Diplomaten

Den Vorwurf von „Sklavenhaltung“ gibt es laut „Kronen Zeitung“ gegen einen Diplomaten aus dem Nahen Osten. Der in Wien lebende Gesandte und dessen Frau sollen zwei Mädchen wie Leibeigene gehalten haben. Die Polizei ermittelt.

Aus dem Schreiben eines „Helfers“ soll hervorgehen, dass die zwei Frauen Psychoterror und Einschüchterung erlebten. „Arbeiten mussten sie rund um die Uhr. Ruhepausen gab es kaum“, heißt es etwa in den vierseitigen Vorwürfen. Weder Gehalt noch Überstunden wurden laut Aussagen der mittlerweile geflohenen Mitarbeiterinnen ausbezahlt, so die „Kronen Zeitung“. Für die Begleitung auf einer Reise mussten sie sogar Flugtickets angeblich aus eigener Tasche zahlen.

Hilfsorganisation kümmert sich um Opfer

„Jeglicher Respekt gegenüber der Privatsphäre und der Integrität sollen hinter der Traumfassade der Residenz gefehlt haben“, heißt es in den Aussagen der Botschaftsbediensteten. Das Außenministerium bestätigte, den betreffenden Botschafter mit den Vorwürfen konfrontiert zu haben. Für die Opfer kümmere sich zudem eine auf Menschenhandel spezialisierte Hilfsorganisation um ein humanitäres Bleiberecht. Laut Medienberichten soll der Gesandte in Kürze von seinem Heimatland abberufen werden. Die Polizei ermittelt, durch die diplomatische Immunität ist aber keine Anklage möglich.

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