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Infos zur Zeckenimpfung

Im Frühling haben die Zecken wieder Saison, das heißt jetzt schon an die Auffrischungsimpfung denken. Zecken können sowohl FSME übertragen als auch Borreliose. „Radio Wien“ – Apothekerin Elisabeth Sommer informiert über Behandlung und Impfplan.

Die Hauptaktivität der Zecken liegt im Frühjahr und im Spätsommer, die Übertragung findet allerdings während der ganzen warmen Jahreszeit bis spät in den November statt. FSME-Viren kommen nur bis zu Höhenlagen vor, bei denen die mittlere Jahrestemperatur über acht Grad liegt. Zecken halten sich am liebsten in eher bodennaher Vegetation auf, in hohen Gräsern, Sträuchern und meist an der Unterseite der Blattenden und auf den Spitzen von Zweigen.

Sendungshinweis

„Gut gelaunt in den Tag“, 3. März 2020

Anfang März ist der richtige Zeitpunkt für die Zeckenimpfung. Sie bietet den einzig wirksamen Schutz gegen FSME, Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, eine Viruserkrankung des Gehirns, die durch Zecken übertragen wird und zu einer Entzündung der Gehirnhaut führt. Die Grundimmunisierung erfolgt durch drei Teilimpfungen und anschließend sollte alle 5 Jahre aufgefrischt werden, bei Personen über 60 Jahre ist die Auffrischung alle drei Jahre empfohlen. Bereits 3 Wochen nach der 2. Teilimpfung besteht ein Schutz.

Schild in Wiese mit Beschriftung Achtung Zecken
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Zecken übertragen auch Borreliose

Selbst wenn man geimpft ist, sollte man einen Zeckenbiss weiter beobachten, denn Zecken können auch Borreliose übertragen. Borreliose ist aber keine Viruserkrankung, sondern eine bakterielle Erkrankung, das heißt: hier wirkt die Zeckenimpfung nicht, Borreliose muss mit Antibiotika behandelt werden. Wichtig ist, dass man das Krankheitsbild der Borreliose rechtzeitig erkennt, was aber oft schwierig ist. In manchen Fällen treten Hautrötungen auf, eine kreisförmige Hautrötung rund um die Stichstelle tritt bei etwa 60 Prozent der Infektionsfälle auf. Außerdem können grippeähnliche Anzeichen wie Abgeschlagenheit, Fieber, Gelenk- und Kopfschmerzen Symptome sein. Wenn man verdächtige Veränderungen bemerkt, sollte man sofort einen Arzt aufsuchen.

Zecken richtig entfernen

Wenn man eine Zecke am Körper entdeckt, sollte diese umgehend entfernt werden. Dabei wird von Hausmitteln wie Klebstoff oder Öl abgeraten, da die Zecke in ihrem Todeskampf Erreger in den menschlichen Körper pumpen kann. Es gibt hierzu eigene Pinzetten, sogenannte Zeckenzangen, mit der man die Zecke möglichst nahe an der Haut anfasst und herauszieht.