Üppig rosa blühende Bodendeckerrosen
ORF/Gabriela Schnitzer
ORF/Gabriela Schnitzer
Radio Wien Pflanzentipp

So werden Rosenträume wahr

Der Juni ist und bleibt der Rosenmonat. Wenn die „Königin der Blumen“ ihren Duft verströmt, dann können die wenigsten widerstehen, auch nicht Radio Wien-Pflanzenexperte Karl Ploberger.

Sendungshinweis

„Gut gelaunt in den Tag“, 5. Juni 2020

Wenn sich in den Gärten und Parks die Knospen der Rosen öffnen, werden interessanterweise auch die meisten Rosen in den Gärtnereien und Gartencentern verkauft. Ploberger hat die wichtigsten Tipps gesammelt, damit Rosenträume auch im eigenen Garten wahr werden.

1. Sonnig, aber luftig
Rosen an die sonnigste und eine luftige Stelle des Gartens setzen. Stehende Luft verursacht Krankheiten, wie Mehltau oder Sternrußtau. Rosen, die im Topf verkauft werden, können auch jetzt – voll blühend – gepflanzt werden. Wurzelballen aber nicht aufreißen.

2. Rosen lieben Lehm
Lehmige Erde ist für Rosen die beste, Kompost, Sand und Hornspäne einarbeiten. Boden tiefgründig lockern. Spezielle Rosenerde kann man einarbeiten, wenn kein Kompost vorhanden ist, sie sollte aber nicht zu viel Torf enthalten, den mögen die Rosen gar nicht.

Weiß blühende Strauchrose
ORF/Gabriela Schnitzer

3. Rosen mögen sich selbst nicht
Niemals Rosen setzen, wo Rosen standen. Mindestens fünf, besser sieben Jahre sollten Pause sein oder man tauscht die Erde großzügig aus. Die sogenannte Bodenmüdigkeit tritt bei den Rosen beim Nachpflanzen meist nach einem Jahr auf.

4. Auf Qualität achten
Nicht jede Rose, die im Topf attraktiv aussieht, ist langfristig robust. Auf speziellen Fachseiten im Internet die Erfahrungen recherchieren. Ein Zeichen auch für „innere Qualität“ ist die ADR-Prüfung – die Allgemeine Deutsche Rosenprüfung.

5. Schädlinge sanft bekämpfen
Läuse mit Schmierseifenwasser entfernen, bei Blattrollwespen Blätter entfernen. Sterben Triebspitzen ab, ist der Triebbohrer aktiv – bis ins gesunde Holz zurückschneiden.

6. Krankheiten vorbeugend behandeln
Damit Rosenrost und Sternrußtau gar nicht erst auftreten, sanft (organisch) düngen, Blätter mit Schachtelhalmtee oder anderen stärkenden Substanzen (Effektiven Mikroorganismen) übersprühen. Abgefallene Blätter entfernen.

7. Richtig schneiden
Mehrmals blühende Rosen auf das erste vollentwickelte Blatt mit Außenauge schneiden. Alte Rosen und Wildrosen, die nur einmal blühen nicht schneiden – die Hagebutten sind die Blüten des Herbstes.

Alle Tipps des Radio-Wien-Pflanzenexperten Karl Ploberger können Sie hier nachlesen.