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Sonnenallergie: Symptome und Behandlung

Hautrötungen, Juckreiz oder Bläschen. Eine Sonnenallergie ist eine Hauterkrankung, die durch UV-Licht ausgelöst wird. Welche Arten es gibt, welche Symptome sie zeigen und wie man Sonnenallergien behandelt, weiß „Radio Wien“ – Apothekerin Elisabeth Sommer.

Sonnenallergie ist ein Sammelbegriff für verschiedene durch UV-Licht ausgelöste Hauterkrankungen. Die häufigste Art ist die polymorphe Lichtdermatose. Sie ist gekennzeichnet durch entzündete, gerötete, stark juckende Knötchen, Bläschen und Pusteln, die lokalisiert sind im Bereich des Dekolletés, an den Streckseiten der Ober- und Unterarme sowie an den Unterschenkeln und am Fußrücken und verzögert auftreten, meist Stunden bis Tage nach der Sonnenexposition.

Sendungshinweis

„Gut gelaunt in den Tag“, 23. Juni 2020

Die Ursache wird vermutet in einer fehlgeleiteten Immunantwort der Hautzellen auf oxidativen Stress, bedingt u.a. durch die Entstehung von freien Radikalen durch UV-Licht. Dabei zeigt sich ein gewisser Toleranzeffekt, d.h. die Schübe werden im Verlauf der Saison milder, und die Läsionen heilen im Winter narbenlos ab. Frauen sind zwei- bis dreimal so häufig betroffen wie Männer und es gibt eine familiäre Disposition. Oft tritt das Phänomen zwischen dem 20. Und 30. Lebensjahr auf und gibt sich nach dem 60. Geburtstag von selbst wieder.

Frau sitzt mit Hut und Kleid am Pool und liest
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Wie kann man sich schützen?

Am besten, indem man Sonnenbestrahlung überhaupt vermeidet durch entsprechende Kleidung. Weil das UV-Licht aber auch positive gesundheitliche Effekt hat, sollte man auf der unbedeckten Haut ein gutes Sonnenschutzpräparat benutzen, das vor allem auch den UVA-Bereich abdecken muss, da diese langwelligen Strahlen überwiegend Auslöser für die PLD sind. Vorbeugend kann man 1-2 Wochen vor Urlaubsbeginn mit der Einnahme von Antioxidatien beginnen, also Vitamin E, Vitamin C und Betacarotin. Die Akutbehandlung erfolgt mit kühlenden, juckreizstillenden Salben, Antihistaminika und evtl. Cortisonsalben wenn nötig.

Sonderform: Die Mallorca-Akne

Hier zeigen sich pickelartige, juckende Knötchen auf Dekolleté, Armen, Brust und Rücken. Man vermutet bei der Mallorca-Akne einen Zusammenhang zwischen UV-Strahlung und bestimmten Inhaltsstoffen von Hautpflegeprodukten und Sonnenschutzmitteln, nämlich fetthaltigen Emulsionsgrundlagen oder Emulgatoren. Wenn man also diese Symptome kennt, ist es ratsam, fett- und emulgatorfreie Produkte zu verwenden, zum Beispiel Sonnenschutzgels oder -fluids.

Wichtig ist auch noch zu wissen, dass manche Arzneimittel die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen können. Dazu zählen etwa Johanniskraut, das Antibiotikum Doxycyclin oder das Entwässerungsmittel Hydrochlorothiazid, das auch oft in Kombinations-Präparaten gegen hohen Blutdruck enthalten ist.