Blutdruck messen
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Volles Leben

Hilfe bei Kreislaufproblemen und Schwindel

Wenn man oft unter Schwindel, Müdigkeit und Kreislaufproblemen leidet, könnte ein niedriger Blutdruck dahinterstecken. Er ist an sich – im Gegensatz zu hohem Blutdruck – gesundheitlich ungefährlich, aber wenn Beschwerden auftreten, möchte man sie doch lindern. Was man tun kann, weiß Radio Wien Apothekerin Elisabeth Sommer.

Der normale Blutdruckwert liegt bei 130 zu 80, wenn der Blutdruck unter einen Wert von 100 zu 60 sinkt, spricht man von einem niedrigen Blutdruck. Symptome wie Müdigkeit, Schwindel, Ohrensausen, Sehstörungen bis hin zur Ohnmacht können in Zusammenhang damit auftreten. Aber auch erhöhte Reizbarkeit, Appetitlosigkeit, kalte Hände und Füße bis hin zu depressiven Verstimmungen.

Sendungshinweis

„Gut gelaunt in den Tag“, 4. Mai 2021

Wesentlich für die Entstehung eines niedrigen Blutdrucks ist ein im Verhältnis zu geringes Füllungsvolumen der arteriellen Gefäße. Ursache hierfür können unter anderem ein Flüssigkeitsmangel oder ein Blutverlust sein. Man kann den Blutniederdruck in vier verschiedene Kategorien einteilen:

  • anlagebedingter niedriger Blutdruck
  • orthostatische Hypotonie, also Anpassungsschwierigkeiten der Blutdruckregulation beim Wechsel der Körperposition, wie zum Beispiel beim Übergang vom Sitzen oder Liegen zum Stehen
  • sekundäre Hypotonie, zum Beispiel durch Krankheiten oder Medikamente bedingt
  • Hypotonie in einer akuten Schocksituation
Frau mit Kopfschmerz
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Bewegung, Wechselbäder und Rosmarin

Folgende einfachen Maßnahmen können Patienten mit niedrigem Blutdruck häufig helfen:

Genügend trinken und regelmäßige Bewegung. Wer morgens beim Aufstehen unter Schwindel leidet, sollte sich langsam aus der Liegeposition aufsetzen. Hilfreich sind zudem kreislaufwirksame Übungen: So können Sie bereits im Liegen oder Sitzen den Rückstrom von Blut aus den Beinvenen anregen, indem Sie die Füße strecken und wieder zu sich heranziehen. Im Bett liegend in der Luft radzufahren ist ebenfalls eine gute Übung. Manche Personen leiden weniger unter Problemen, wenn sie statt flach zu schlafen das Kopfteil um etwa 20 Grad erhöhen.

Wechselwarm duschen oder kneippen: Der Wechsel von warmer und kalter Temperatur kann ebenfalls den Kreislauf anregen. Eventuell Kompressionsstrümpfe tragen und beim Stehen in Bewegung bleiben, es kann helfen, ab und zu auf den Zehen zu wippen. Außerdem gibt es Hilfe aus dem pflanzlichen Arzneischatz, Rosmarin wirkt kreislaufanregend und kann zum Beispiel als Tee getrunken werden. Einfach zu dosieren ist Rosmarin in Form von Tropfen.