Salbeiblätter
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Volles Leben

Salbei als Arzneipflanze

Er ist nicht nur ein beliebtes Gewürz, sondern kommt auch oft als Arznei zum Einsatz. Welche Wirkstoffe im Salbei stecken, beziehungsweise wie und wo er zum Einsatz kommt, weiß „Radio Wien“ – Apothekerin Elisabeth Sommer.

Der Salbei blüht von Mai bis Juli, mit seinen charakteristischen, violetten, kerzenartig geformten Blütenständen. Allerdings werden nur die Blätter als Gewürz und auch als Arzneimittel verwendet. Sie haben eine längliche Form und eine weiß-filzige Behaarung. Die Blätter des Salbeis enthalten ätherisches Öl, Bitterstoffe und Gerbstoffe. Dementsprechend vielfältig sind die Einsatzmöglichkeiten in der Therapie.

Sendungshinweis

„Gut gelaunt in den Tag“, 15. Juni 2021

Das ätherische Öl hat eine antibakterielle und antivirale Wirkung, die Gerbstoffe wirken adstringierend, das heißt zusammenziehend und fördern den Heilungsprozess. Daher wird Salbei oft bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum verwendet, in Form von Tinktur zum Pinseln oder Gurgeln. Es gibt auch Rachensprays, die Salbei enthalten, diese sind besonders gut für Kinder geeignet.

Salbei und Teekanne
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Salbeitee bei Magenbeschwerden

Die Bitterstoffe im Salbei helfen bei Magen- Darmproblemen, hier tut eine Tasse Salbeitee gut. Außerdem hat er auch eine sekretionshemmende Wirkung. Beispielsweise hat der Salbei einen Einfluss auf die Milchdrüsen, daher wird er auch unterstützend beim Abstillen verwendet. Aber auch die Schweißsekretion wird durch den Salbei gehemmt. Bei Hitze im Sommer oder auch bei Hitzewallungen ist es daher günstig Salbei einzunehmen. Weil hier eine höhere Wirkstoffkonzentration nötig ist, wählt man am besten Kapseln mit Salbeiextrakt.