Arm mit Ausschlag wird mit Lupe untersucht
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Volles Leben

Gürtelrose: Auslöser und Therapien

Fast ein Drittel der österreichischen Bevölkerung ist im Laufe des Lebens einmal von der Viruserkrankung Herpes Zoster betroffen, auch besser bekannt unter dem Namen „Gürtelrose“. Welche Auslöser das Virus haben kann, welche Symptome auftreten und welche Therapien es gibt, weiß „Radio Wien“ Apothekerin Elisabeth Sommer.

Ein charakteristisches Symptom der Gürtelrose ist ein Ausschlag, der sich zuerst durch rote Flecken und dann durch kleine Bläschen bemerkbar macht, oftmals zwischen Taille und Brust. Die Infektion zeigt sich aber bereits drei bis vier Tage vorher mit heftigen Schmerzen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Der Ausschlag kann manchmal auch das Gesicht, ein Auge oder Ohr betreffen.

Sendungshinweis

„Gut gelaunt in den Tag“, 21. November, 2023

Auslöser ist das Varicella-Zoster-Virus, das 99% der Über-50-Jährigen in sich tragen, weil sie in der Kindheit Windpocken hatten. Das Virus bleibt nach einer Infektion in den Nervenbahnen und kann bei geschwächtem Immunsystem wieder aktiv werden. Ansteckend ist Gürtelrose nur für Personen, die noch keine Windpocken hatten. Infektiös ist dabei die Flüssigkeit in den Hautbläschen – bei Kontakt können sich nicht-immunisierte Personen anstecken. Diese erkranken dann aber an Windpocken, nicht an Gürtelrose.

Frau wird von Arzt untersucht
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Behandlung und Impfung

Entscheidend bei der Behandlung ist, dass sofort eine Therapie mit antiviralen Medikamenten begonnen wird. Dadurch wird die Virusvermehrung gehemmt. Auch Schmerzmittel sind in den meisten Fällen notwendig. Die betroffenen Hautstellen können mit einer Zink-Schüttelmixtur bzw. Wund- und Heilsalbe gepflegt werden. Wird Gürtelrose nicht rasch behandelt, besteht die Gefahr von Komplikationen, beispielsweise kann die Post-Zoster-Neuralgie auftreten. Diese ist charakterisiert durch monate- oder sogar jahrelange Schmerzen, die entstehen, weil die Viren die Nerven angreifen und Schäden verursachen.

Wer sich vor Gürtelrose schützen möchte, kann sich impfen lassen: Die Gürtelrose-Schutzimpfung besteht aus zwei Teilimpfungen mit Totimpfstoffen im Abstand von 2-6 Monaten. Das nationale Impfgremium empfiehlt eine Impfung gegen Herpes Zoster für alle Personen ab dem vollendeten 50. Lebensjahr.