Chronik

25 Männer gegen Polizei: Drei Festnahmen

Bis zu 25 aggressive Männer haben in der Nacht auf Montag einen Polizeieinsatz in der Wiener Innenstadt zu verhindern versucht. Im Zuge des Vorfalls wurden drei Beamte verletzt und drei Personen festgenommen.

Ausgelöst wurde der Polizeieinsatz ursprünglich durch eine aggressive Frau. Die Festnahme der 21-Jährigen am Rabensteig erregte den Unmut der aus einem nahegelegenen Club kommenden Menge. Die Serbin hatte einen Mann beschimpft und ihm ins Gesicht geschlagen.

Schlichtungsversuche vonseiten der Polizisten führten dazu, dass die Frau die Beamten beschimpfte und in ihre Richtung schlug. Nach mehreren Abmahnungen wurde sie schließlich festgenommen. Als die Beine der Frau fixiert werden sollten, trat sie einem Polizisten mehrmals gegen die Stirn. Er erlitt dadurch unter anderem eine Schädelprellung.

Zwei Polizeibeamte verletzt

Kurz darauf stürmten die laut Polizei 20 bis 25 Männer heran. „In welchem Zusammenhang diese mit der Festgenommenen standen, ist nicht bekannt“, sagte Polizeisprecherin Irina Steirer gegenüber der APA. Sie wären jedenfalls aufgrund des Polizeieinsatzes auf die Straße gekommen. „Sie haben unter anderem gefordert, dass die Frau in Ruhe gelassen wird“, sagte Steirer.

Die Beamten suchten um Verstärkung an und versuchten, die Männer auf Distanz zu halten. Ein 25-jähriger und ein 28-jähriger Österreicher wollten einen der Beamten in die Menge ziehen. „Dabei wurde auch ein Funkgerät eines Polizisten vom Gürtel heruntergerissen und zerstört“, sagte Steirer. Zwei Beamten wurden im Zuge des Gerangels im Bereich der Knie verletzt.

Erst als die 14-köpfige Verstärkung am Ort des Geschehens eintraf, löste sich die Gruppe auf. Der 25-Jährige und der 28-Jährige wurden festgenommen. Der ältere der beiden Männer sorgte bei seinem Abtransport noch für Ärger. Er trat gegen die Innentüre des Arrestantenwagens, wodurch diese zerstört wurde und ein neuer Wagen angefordert werden musste. Zudem wurde ein Briefchen mit einem weißen Pulver bei ihm gefunden, weswegen er auch nach dem Suchtmittelgesetz angezeigt wurde.