Chronik

Falsche Polizisten erbeuten 2,5 Mio. Euro

Seit Monaten ermittelt die Polizei in Europa gegen Betrügerbanden, die sich am Telefon gegenüber betagten Personen als Polizisten ausgeben und sie um ihr Erspartes bringen. In Wien gibt es dazu 400 Anzeigen, drei Verdächtige wurden nun festgenommen.

Es handelt sich dabei um einen 41-jährigen Serben, einen 28-jährigen Türken sowie einen 37-jährigen Serben. Dieser Gruppierung konnte die Polizei bisher 38 Fälle zuordnen, die Schadenssumme beträgt mehr als 2,5 Millionen Euro.

Einbrüche vorgetäuscht, Bargeld abgeholt

Die Vorgehensweise war stets die gleiche: „Die Täter kontaktieren die ausschließlich betagten Opfer über das Telefon. Am Telefon sagen sie, sie seien Polizisten, es hätte Einbrüche gegeben. Und nun müsse man vorbeikommen, um die Bargeldbestände in den Wohnungen und auf den Bankkonten in Sicherheit zu bringen, damit sie nicht gestohlen werden würden“, schilderte Polizeisprecher Paul Eidenberger gegenüber Radio Wien. Ein Komplize käme dann mit gefälschtem Polizeiausweis in die Wohnung, nehme Bargeld entgegen und würde dann wieder verschwinden.

Der 41-Jährige sowie der 37-Jährige wurden in flagranti festgenommen, herausgelocktes Bargeld in der Höhe von zusammen 30.000 Euro konnte in diesen zwei Fällen an Ort und Stelle den betagten Opfern zurückgegeben werden. Während sich der 41-Jährige zur Sache geständig zeigt, verweigern die beiden mutmaßlichen Komplizen die Aussage. Alle drei Festgenommenen befinden sich in Untersuchungshaft.

Falsche Polizisten erbeuten 2,5 Millionen Euro

Seit Monaten ermittelt die Polizei in Europa gegen Betrüger, die sich am Telefon gegenüber betagten Personen als Polizisten ausgeben und sie um ihr Erspartes bringen. In Wien wurden drei Verdächtige festgenommen.

Fahndung nach weiteren Komplizen

Laut Polizei besteht der Verdacht, dass die Gruppierung noch größer ist. „Es dürften noch zwei bis drei Leute beteiligt gewesen sein, nach denen derzeit noch gefahndet wird“, so Eidenberger. In Wien sind bisher 400 solcher Betrügereien mit falschen Polizisten angezeigt worden. Seit der letzten Festnahme Mitte Juli sei die Zahl der Betrugsfälle deutlich zurückgegangen, heißt es.

Allerdings dürfte es auch noch eine hohe Dunkelziffer an versuchten, nie zur Anzeige gebrachten Betrugsfällen geben. Etwaige Opfer versuchter oder vollendeter Deliktsbegehungen ersucht die Polizei, sich umgehend an die nächstgelegene Dienststelle oder direkt an das LKA Wien unter Tel. 01-31310-33522 zu wenden.