Das ORF-Zentrum zum Projektstand 2021
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Spatenstich für ORF-Neubau am Küniglberg

Am ORF-Standort Küniglberg haben am Montag offiziell die Bauarbeiten für den neuen „Mediencampus“ begonnen. Bis Ende 2021 sollen hier alle ORF-Sender eine gemeinsame Heimat finden, Herzstück wird ein gemeinsamer, multimedialer Newsroom.

Generaldirektor Alexander Wrabetz und Projektleiter Pius Strobl sprachen am Montag bei einem Medientermin von einem „historischen Moment“. Gebaut wird auf dem Areal in Hietzing schon länger, bisher wurde allerdings vorhandene Bausubstanz renoviert. Nun geht es daran, alte Lager- und Werkstatthallen abzureißen und den neuen Campus zu errichten.

Bis dahin war es „ein nicht ganz einfacher Weg“, blickte Wrabetz am Montag zurück: Die ursprünglichen Planungen scheiterten an nötigen Widmungen, nun wird ein „Plan B“ umgesetzt. Das parallele Renovieren und Neubauen mache das Unterfangen auch nicht weniger komplex. Den Kostenrahmen von 300 Millionen Euro halte man ein, betonte er, und Anrainerbedenken seien ausgeräumt.

Der ORF-Newsroom
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Unter anderem wird ein multimedialer Newsroom errichtet

„Neues Arbeiten und Zusammenarbeiten“

Der ORF hatte im März 2014 den Beschluss gefasst, alle Wiener Standorte am Küniglberg zusammenzulegen. Damit sollen „die bestmöglichen Rahmenbedingungen für die öffentlich-rechtliche Medienproduktion im Digitalzeitalter“ geschaffen werden. Als „symbolträchtiger“ Akt, wie der ORF-Chef sagte, wurde am Montag dann gleich eine Mauer eingerissen: sinnbildlich für ein „neues Arbeiten und Zusammenarbeiten“, auch ohne Mauern, am künftigen zentralen ORF-Standort. Ö3 und der neue Newsroom werden in einem gemeinsamen Gebäude untergebracht, für Ö1 wird ein eigenes Haus errichtet.

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz zeigt Pläne zum Umbau des ORF-Zentrums
ORF/Thomas Ramstorfer
ORF-Generaldirektor erläutert den Umbau anlässlich des Spatenstichs vor Journalisten

Die Sanierung des Hauptgebäudes (Objekt 1) ist bereits abgeschlossen, auch die Arbeiten am Gebäudetrakt 2 sind schon fertiggestellt. Aus diesem – Oktogon genannten – Gebäudeteil wird FM4 ab Anfang 2020 senden. Es ist ein Ort mit Geschichte, denn von hier haben bereits „Radio Österreich International“ und die „Mittelwelle“ bis zur Jahrtausendwende gesendet. In den nächsten beiden Jahren werden die Objekte 3, 4 und 6 des ORF-Zentrums ebenfalls fertig saniert sein.

Bagger reißt Teile eines ORF-Gebäudes am Küniglberg nieder
ORF/Thomas Ramstorfer
Bagger reißt zum Spatenstich alten Bauteil nieder

„Liegen zeitlich als auch finanziell im Plan“

Sämtliche Neubauten werden in der Kubatur der bisherigen Gebäude errichtet. Daher werden die Neubauten für den multimedialen Newsroom, Ö1 und Ö3 genauso hoch und breit wie die bisherigen Objekte. „Wir liegen mit der Sanierung und dem Neubau sowohl zeitlich als auch finanziell im Plan: Wir bleiben im projektierten Kostenrahmen von 303,7 Millionen Euro und werden den Bauzeitplan punktgenau einhalten – mit der bautechnischen Fertigstellung ist Ende 2021 zu rechnen“, sagte Strobl.

Spatenstich für „ORF Mediencampus“

Bis zum Jahr 2022 werden alle nationalen ORF-Programme wie TV, Radio und Online am Küniglberg zusammengezogen. Dafür ist am Montag der Spatenstich erfolgt.

Danach beginnen die Innenarbeiten wie etwa der Einbau der Rundfunktechnik und die Einrichtung der Räume. „Die besondere Herausforderung besteht darin, den Produktions- und Sendebetrieb während der gesamten Bau- und Sanierungsphase störungsfrei aufrechtzuerhalten, was bisher gelungen ist“, hieß es am Montag anlässlich des Spatenstichs.