Kunsthistorisches Museum von außen mit Flagge
APA/Hans Punz
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Kultur

KHM: Volksanwaltschaft prüft nach Schmidt-Absage

Nach der aufsehenerregenden Absage von Eike Schmidt als Direktor des Kunsthistorischen Museums (KHM) hat nun die Volksanwaltschaft eine Prüfung eingeleitet. Untersucht wird etwa, warum Schmidt der bisherigen Direktorin Sabine Haag vorgezogen wurde.

Volksanwalt Walter Rosenkranz hat bei Kulturminister Alexander Schallenberg „um Aufklärung und Übermittlung der bezughabenden Akten gebeten“. Es habe bereits im Frühjahr Anzeichen gegeben, dass Schmidt weiter an den Uffizien in Florenz bleiben wolle und nicht beabsichtige, nach Wien zu kommen. „Wenn dies durch einen schlechten Vertrag seitens des Kunstministeriums gefördert worden sein sollte, ist dies ein klarer Fall für eine entsprechende Aufklärung“, so Rosenkranz.

Eike Schmidt bei seiner Präsentation im September 2017
APA/Helmut Fohringer
Eike Schmidt sagte kurzfristig als KHM-Direktor ab

Schmidt noch von Drozda präsentiert

Außerdem will die Volksanwaltschaft angesichts des Frauenfördergebots nach dem Bundesmuseengesetz wissen, „aufgrund welcher Überlegungen das Bundesministerium Herrn Schmidt als höher qualifiziert einstufte, als die seit zehn Jahren erfolgreiche KHM-Direktorin Sabine Haag“, so Rosenkranz. Schmidt war im September 2017 vom damaligen Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) als künftiger KHM-Generaldirektor präsentiert worden.