Wirtschaft

Firmen schlitterten mit weniger Schulden in Pleite

Österreichweit ist die Zahl der eröffneten Firmenpleiten 2019 leicht angestiegen, die Höhe der Schulden der pleite gegangenen Firmen ist allerdings stark zurückgegangen. Eine Entwicklung, die in Wien noch stärker ist, als im Bundesschnitt, wie der Kreditschutzverband KSV 1870 am Mittwoch mitteilte.

Die Höhe der Passiva, also der Schulden der pleite gegangenen Unternehmen, ist in Wien gleich um mehr als 40 Prozent auf 473 Millionen Euro zurückgegangen. Im Österreichschnitt sind es etwas über 18 Prozent. Ursache dafür ist laut Experten das Fehlen von Großpleiten in der Stadt: In Wien gab es im heurigen Jahr 1.064 Firmeninsolvenzen. Die größte Pleite im heurigen Jahr war die der Wien-Filiale des Reisveranstalters Thomas Cook mit einem Schuldenstand von 38 Millionen Euro. Das sei im langjährigen Schnitt relativ wenig, heißt es.

Privatkonkurse gestiegen

Die Zahl der Privatkonkurse in Wien ist in den vergangenen Jahren um 12 Prozent gestiegen.

Mehr Privatinsolvenzen

Anders sieht es bei den Privatkonkursen aus: hier liegt Wien mit 3.404 Fällen im Bundesschnitt. Um zwölf Prozent ist die Zahl der Privatinsolvenzen sowohl in der Stadt als auch österreichweit gegenüber dem langjährigen Durchschnitt angestiegen. Ein Vergleich mit 2018 war hier nicht möglich, da die Privatkonkurse reformiert worden sind. Die Anzahl der Insolvenzen von Privatpersonen ist jedenfalls annähernd so hoch wie im bisherigen Rekordjahr 2011.