Noch sei nicht klar, um welche Substanz es sich bei dem Gift handle, sagte Polizeisprecher Markus Dittrich gegenüber wien.ORF.at. Man gehe aufgrund der Häufung der Meldungen aber davon aus, dass es sich tatsächlich um Giftköder handle.
Bisher (Stand Sonntagabend) wurden bei der Polizei drei Fälle angezeigt, in denen Hunde nach Spaziergängen im Hörndlwald verstorben sind. Eine Frau berichtete etwa davon, dass sie mit ihrem Hund am Samstag im Wald unterwegs gewesen sei, kurze Zeit später sei er gestorben – laut Tierarzt vermutlich durch Gift. Dittrich rechnete damit, dass noch weitere Fälle angezeigt werden. „Wir führen nun vermehrte Streifentätigkeit im Hörndlwald durch“, so der Polizeisprecher.

Gerüchte über toten Fuchs nicht bestätigt
Auf Schildern warnt der für den Hörndlwald zuständige Forstbetrieb der Stadt Wien seit Sonntagnachmittag vor den möglichen Giftködern. „Hunde sind an der kurzen Leine zu führen und in ständiger Aufsicht zu halten!“, lautet die Empfehlung. Kontaktgift könne zudem auch für Menschen gefährlich sein, heißt es weiter: „Seien Sie achtsam, vor allem was Kinder betrifft!“ Sachdienliche Hinweise werden an die Polizeiinspektion Lainzer Straße erbeten, unter der Telefonnummer 01/3131045362.
Neben der Polizei seien auch die Förster verstärkt für Kontrollen im Hörndlwald unterwegs, sagte Forstdirektor Andreas Januskovecz gegenüber wien.ORF.at. Diese würden Spaziergängerinnen und Spaziergänger auch persönlich vor den möglichen Giftködern warnen. Informationen aus der Bevölkerung, wonach auch ein Fuchs im Hörndlwald durch Gift getötet worden sein soll, konnte Januskovecz nicht bestätigen. Keiner der diensthabenden Förster wisse von einem toten Fuchs , so der Forstdirektor.