Ein Fiaker am Michaelerplatz in Wien
APA/Hans Klaus Techt
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Chronik

Stadt unterstützt Fiaker

Die Stadt Wien unterstützt die Fiaker. Pro Pferd und Monat sollen sie 250 Euro Förderung bekommen. Abgegolten werden die kommenden drei Monate. Aufgrund der Coronavirus-Krise ist den Fiakern das Geschäft komplett weggebrochen.

„Die Fiaker leiden unter den aktuellen Bedingungen enorm und wissen zum Teil schon nicht mehr, wie sie das Futter für ihre Pferde finanzieren sollen. Daher helfen wir ihnen nun, sind die Fiaker doch ein wichtiges Wahrzeichen Wiens“, so Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ).

Hilfe per Mail oder Telefon

Die Förderung können Wiens Fiaker ab sofort bei der Wirtschaftskammer Wien beantragen. Dazu hat die Kammer unter fiaker-foerderung@wkw.at und 01 51450-3619 eine Anlaufstelle eingerichtet.

Die Stadt bezeichnet die Unterstützung als „Wiener Fiaker-Futtermittelpaket“. Laut einer Aussendung unterstützt die Stadt die Fiakerbetriebe „mit Sachvergütung für Futter und Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Pferdegesundheit mit 250 Euro pro Pferd und Monat“. Abgegolten werden die nächsten drei Monate der Aufwand für die Versorgung mit Futter, Einstreu und die regelmäßige Hufpflege für die Tiere, hieß es.

Rund 300 Fiakerpferde in Wien

Abgewickelt wird das Hilfspaket über die Wiener Wirtschaftskammer. „Gemeinsam werden wir hier rasch aktiv und sichern das Wohl der Tiere. Gleichzeit greifen wir damit auch den Fiakern unter die Arme, damit dieses traditionelle Wiener Unternehmertum auch nach der Krise unsere Stadt bereichert“, sagte Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien.

In Wien gibt es aktuell 21 Fiakerunternehmen mit insgesamt rund 300 Pferden. Hauptkunden sind die Touristinnen und Touristen, die aktuell gänzlich ausfallen. Auch Fiakerfahrten etwa bei Erstkommunionen, Firmungen oder Hochzeiten finden derzeit nicht statt.